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 13801  Review zu: Batman Begins - 2 Disc Special Edition 19.10.2005
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Ein Review von Michael Holland



In Batman Begins ergründet der gefeierte Regisseur Christopher Nolan die Anfänge der Legende des Dunklen Ritters. Als kleiner Junge zum Zeugen des Mordes an seinen Eltern geworden und geplagt von seinen Kindheitserinnerungen, reist der Industrie-Erbe Bruce Wayne (Christian Bale) ziellos durch die Welt, auf der Suche nach einem Weg, jene zu bekämpfen, die Angst und Schrecken verbreiten.

Mit der Hilfe seines treuen Butlers Alfred (Michael Caine), Detective Jim Gordon (Gary Oldman) und seines Verbündeten Lucius Fox (Morgan Freeman) kehrt Wayne schließlich nach Gotham City zurück und erschafft sein Alter Ego: Batman. Als maskierter Kreuzritter, kämpft er mit Stärke, Intelligenz und einem Arsenal von High-Tech-Waffen gegen die bösen Kräfte der Unterwelt, die die Stadt bedrohen.

Cover Batman Begins - 2 Disc Special Edition
Cover vergrößern




Im Handel ab:14.10.2005
Anbieter: Warner Home Video
Originaltitel:Batman Begins
Genre(s): Action
Drama
Fantasy
Regie:Christopher Nolan
Darsteller:Christian Bale, Michael Caine, Liam Neeson, Katie Holmes, Gary Oldman, Cillian Murphy, Tom Wilkinson, Rutger Hauer, Ken Watanabe, Mark Boone Junior, Linus Roache, Morgan Freeman, Larry Holden, Gerard Murphy, Colin McFarlane, Sara Stewart, Gus Lewis, Richard Brake, Rade Serbedzija, Emma Lockhart, Christine Adams, Catherine Porter, John Nolan, Karen Shenaz David, Jonathan D. Ellis, Tamer Hassan, Ronan Leahy, Vincent Wong, Tom Wu, Mark Chiu, Turbo Kong, Stuart Ong, Chike Chan, Tenzin Clive Ball, Tenzin Gyurme, Jamie Cho, David Murray, John Kazek, Darragh Kelly, Patrick Nolan, Joseph Rye, Kwaku Ankomah, Jo Martin, Charles Edwards, Lucy Russell, Timothy Deenihan, David Bedella, Flavia Masetto, Emily Steven-Daly, Martin McDougall, Noah Margetts, Joe Hanley, Karl Sheils, Roger Griffiths, Stephen Walters, Richard Laing, Matt Miller, Risteard Cooper, Shane Rimmer, Jeremy Theobald, Alexandra Bastedo, Soo Hee Ding, Conn Horgan, Phill Curr, Jack Gleeson, John Judd, Sarah Wateridge, Charlie Kranz, Terry McMahon, Cedric Young, Tim Booth, Tom Nolan, Leon Delroy Williams, Roger Yuan, Joe Sargent, Mel Taylor, Ilyssa Fradin, Andrew Pleavin, Jeff Christian, John Burke, Earlene Bentley, Alex Moggridge, Jay Buozzi, Jordan Shaw, Omar Mustafa, Patrick Pond, Poppy Tierney, Rory Campbell, Fabio Cardascia, Spencer Wilding, Mark Smith, Khan Bonfils, David Legeno, Ruben Halse, Rodney Ryan, Dominic Burgess, Nadia Cameron-Blakey, Mark Straker, Tarek Ramini, Kieran Hurley, Emmanuel Idowu, Jeff Tanner, Michael Stailey
FSK:12
Laufzeit:ca. 134 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:16:9 (2.40:1) anamorph
Medien-Typ:2 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Amaray Case im Schuber
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Englische Untertitel für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch, Isländisch, Hebräisch, Arabisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Anti-Piraterie-Trailer auf der DVD vorhanden
  • Die Reise beginnt - Entstehung des Skripts
  • Umhang und Maske - Das Kostümdesign
  • Die Entstehung von Gotham City - Das Set Design
  • Geheime Dokumente
  • Weg der Erkenntnis - Die Philosophie hinter Bruce Wayne
  • Training von Geist und Körper - Die Kampfszenen
  • Die Entwicklung der Fledermaus - Vom Comic zum Film
  • Der Tumbler
  • Rettung von Gotham City - Der Showdown
  • Bildergalerien
  • Web Link
  • Easter Eggs
Zusatzinfos:
  • http://www.warnerbros.de/batmanbegins/

    Infos zum Film bei der OFDb
    Infos zum Film bei der IMDb

  • Regisseur Christopher Nolan hat für die Umsetzung seiner Vision tief in den wahlweise düsteren beziehungsweise erdigen Farbtopf gegriffen, ringt diesem aber trotzdem eine verblüffend breite, jederzeit überzeugende Palette ab. Weitere Steigerungen zeigt allerdings der mustergültige Kontrast: Obwohl sich die Handlung nur selten dem Tageslicht aussetzt, wird die finstere Optik schlicht grandios abgebildet und tendiert niemals dazu, einfach zum dunklen Brei zu verschwimmen. Ein stets nuancierter, selten etwas zu heller Schwarzwert trägt sein Übriges zum Gelingen bei. Verschmutzungen fehlen ebenso wie Beschädigungen des Masters, was wiederum nicht überrascht.

    Damit hätte das Bild eigentlich unsere Höchstwertung noch in der Tasche - aber leider... Warum rauschen Hintergründe dann manchmal doch ganz dezent? Wieso schwächelt die grundsätzlich sehr gelungene, allerdings selten perfekte Schärfe teilweise sogar recht deutlich und beraubt gerade Gesichter ihrer Details (siehe zum Beispiel 0:03:38 oder 0:45:05)? Und weshalb kommt es ungeachtet generellen Fehlens von sonstigen Kompressionsartefakten oder -problemen hin und wieder zu sichtbaren Nachzieheffekten beziehungsweise ausgefransten Kanten? Schade.

    Zwar bewegen sich die genannten Fehler im absolut vertretbaren Bereich, man kann also keinesfalls von ernsthaften Störungen des Sehgenusses sprechen. Trotzdem bleibt dem Bild unter Berücksichtigung ihrer Existenz die Referenzklasse verwehrt: sichere acht Punkte.

    Bewertung  8 von 10 Punkten




    Natürlich macht BATMAN BEGINS nur mit einer Surroundanlage richtig Spaß - man sollte allerdings vorher die Nachbarn warnen, denn der Subwoofer legt sich voll ins Zeug. Ob basslastige Musikpassagen, wummernde Effekte oder ganz einfach Sprache: Es drückt an allen Ecken und Enden. Darüber hinaus muss der stets sehr räumlich präsente Score, welcher in Sachen Differenziertheit und Klang keinerlei Wünsche offen lässt, seine verdiente Würdigung erfahren. Hinzu gesellen sich teils brachiale akustische Feuerwerke, die manche Wand zum Zittern bringen. Ein toller dynamischer Umfang ist da selbstverständlich Ehrensache.

    Hört man indes genauer hin, offenbart sich dennoch ein Mangel. Dass Nolans Beitrag zum Universum des Fledermausmannes oft ruhige Töne anschlägt, um in philosophischen Abhandlungen zu schwelgen, ist kein Nachteil, obwohl dieser Ansatz streckenweise große tonale Zurückhaltung impliziert. Nein, es fällt stattdessen auf, dass die hinteren Lautsprecher in ihrer Aktivität recht beschnitten sind; den Hauptanteil am Geschehen tragen, neben dem Subwoofer, die Frontboxen. Hier wäre mehr möglich gewesen, zur Perfektion fehlt der berühmte letzte Tick.

    Hinsichtlich der eben getätigten Ausführungen nehmen sich beide Dolby Digital 5.1-Spuren nichts. Trotzdem sei nachdrücklich empfohlen, das englische Original zu wählen, da der deutsche Track etwas steriler wirkt, weil er einiger Umgebungsgeräusche beraubt wurde. Außerdem lösen sich Dialoge stets einen Hauch zu stark vom sonstigen Geschehen (kein unbekanntes Phänomen). Und Christian Bales Stimme sollte man einfach hören, zumal Johnny Depps Synchronsprecher sicher fähig ist, auf Grund seines lethargischen Timbres aber nie wirklich zur Figur passt.

    Summa summarum eine starke, jedoch erneut mit Kritikpunkten behaftete Leistung, was unverändert in guten acht Punkten resultiert.

    Bewertung  8 von 10 Punkten




    Die Länderabfrage nach Einlegen der Haupt-DVD dient, wie häufig üblich, lediglich dazu, den anschließenden Anti-Piraterie-Spot in korrekter Sprache abzuspielen. Dafür gibt es an der mit Ausschnitten und Sound unterlegten Hauptauswahl inklusive entsprechender Übergänge nichts zu bemängeln, obwohl die anderen Menüs leider meist starr und manchmal gar stumm bleiben. Als Extra liegt hier lediglich der USA-Kinotrailer vor, aber wir haben ja noch einen separaten Silberling in der Hinterhand!

    Das Menü der Bonus-Disk erfreut mit einer echten Innovation, präsentiert es sich doch als soundunterlegter Comic, dessen Einzelbilder Zugriff auf die Specials gewähren - nachfolgend eine Aufstellung in chronologischer Reihenfolge der Seiten.

    "Die Reise beginnt" (14:16): Hier plaudert Christopher Nolan ausführlich über Hintergründe und Intentionen seines Werkes; auch Autor David S. Goyer sowie andere Beteiligte kommen mehr oder weniger umfassend zu Wort. Nicht völlig frei von Schulterklopfereien, aber sehr interessant.

    Easter Egg Nummer 1 (1:57): Goyer erzählt Anekdoten zur Geheimhaltung (oder eben auch nicht) des Projektes.

    "Umhang und Maske" (8:18): Ein Feature, dessen Titel quasi alles sagt - im Mittelpunkt steht das Kostümdesign inklusive seiner beabsichtigten Wirkung und praktischen Funktionen.

    Easter Egg Nummer 2 (1:06): Der Visual Effects Supervisor zeigt kurz sein Können.

    "Die Entstehung von Gotham City" (12:49): Analog zu "Umhang und Maske" wird das Set Design nebst digitaler Bearbeitung höchst informativ betrachtet.

    Von einigen Filmszenen und Soundtrack-Auszügen untermalt, entsteht als nächstes ein kleines Batman-Lexikon. Mittels Hyperlinks lässt sich zu bestimmten Themen Wissenswertes in Textform einblenden. Im Einzelnen wären das (unter Verzicht auf sämtliche übergeordneten Zugriffsmöglichkeiten, die keine eigenen Informationen enthalten)...

  • Der Umhang
  • Der Tumbler
  • Der Batsuit
  • Der Multifunktions-Gürtel
  • Carmine Falcone(TM)
  • Ra's Al Ghul(TM)
  • Scarecrow
  • Lucius Fox(TM)
  • Alfred Pennyworth(TM)
  • Detective James Gordon(TM)
  • Rachel Dawes
  • Henri Ducard(TM)

    Alles in allem sicher nicht langweilig, aber schlicht nervtötend auf Grund der unübersichtlichen Menüführung. Erschwerend kommt hinzu, dass manche Punkte mehrere Namen tragen (da können "Feinde" schon mal ganz gewöhnliche "Kriminelle" oder gar ordinäre "Diebe" sein) und man bei einem einzigen falschen Klick wieder ganz am Anfang des Comics landet. Geduld ist gefragt! Da übrigens im Laufe des Comics insgesamt zwölf (!) Möglichkeiten zur Verfügung stehen, dieses Nachschlagewerk aufzufinden, sollte es wirklich jedem Zuschauer gelingen.

    Mit Easter Egg Nummer 3 (2:29) geht es weiter: Gezeigt werden Tests des Batmobils sowie Stunts.

    Spirituell Angehauchte dürfen dann den "Weg der Erkenntnis" (14:14) beschreiten und mehr über Bruce Waynes philosophischen Background sowie dessen Umsetzung erfahren.

    Genießen Sie anschließend ein "Training von Geist und Körper" (12:50) und schauen zu, wie die spektakulären Kampfszenen entstanden!

    Beachtliche 15 Minuten Zeit werden danach titellos investiert, um die lange Geschichte der Batman(TM)-Comics, ihre Lücken im Plot und die letztlich durch Chris Nolan erfolgte Umsetzung zu analysieren.

    Drei Bildergalerien, nämlich "U.S." (neun Plakatmotive), "International" (analoge 13 Fotos) sowie "'Entwürfe'" (40 Bilder), warten jetzt auf Abruf - allesamt sehr hübsch, doch etwas klein.

    Im vorletzten Feature darf man eine Fahrt mit dem "Tumbler" (13:40) wagen, welche unter anderem Katie Holmes Gelegenheit zum koketten Einwurf bietet: Auf Grund der Coolheit des Gefährtes hat sie endlich verstanden, "was Männer an Autos finden". Schau mal an!

    Abschließend steht der "Rettung von Gotham City" (13:01) nichts mehr im Wege - wir werfen einen intensiven Blick auf den großen Showdown.

    Das finale Bild gibt dann zusätzlich noch eine Liste der Specials preis, um diese gezielt anwählen zu können. Dabei fehlen einige, was auf ihren vermeintlichen Easter Egg-Charakter schließen lässt. Nun ja, dieser ist etwas albern, da man eh wüst mit der Fernbedienung auf dem Screen herumsucht und dabei problemlos alles findet...

    Wer die DVD ins Laufwerk seines Computers einlegt, erhält darüber hinaus Zugriff auf die englische Website von Warner inklusive relevanter Links.

    Sämtliche Boni können, wie auch der Hauptfilm, vielfältig untertitelt werden - nähere Informationen hält das obige Datenblatt parat. Ganz zum Schluss ein Hinweis für Sammler: Weder das parallel veröffentlichte, limitierte Steelbook noch das darin enthaltene Comic Book beeinflussen die Wertung, weil es darum geht, die auf lange Sicht erhältliche, "normale" Special Edition zu betrachten.

    Und diesbezüglich bleibt festzuhalten, dass hier eine große Fülle an Informationen geboten wird und die Menügestaltung wirklich ein toller Einfall ist. Allerdings schwächelt die Handhabung stellenweise deutlich; außerdem wäre ein Audiokommentar wünschenswert gewesen. Deshalb bleiben unter dem Strich erneut "nur" acht Punkte.

    Bewertung  8 von 10 Punkten





    Technisches Fazit:  Bewertung  8 von 10 Punkten


    Einleitende Anmerkung: Natürlich müsste man zur korrekten filmischen Analyse alle bisherigen Teile der Saga einbeziehen. Der Rezensent beschränkt sich allerdings nur auf die von Tim Burton geschaffenen Werke, weil Joel Schumachers Beiträge schlicht indiskutabel sind.

    Bekanntlich wollte Chris Nolan dem Batman(TM)-Universum einen Neubeginn gönnen und vor allem auf die bislang unerzählte Vorgeschichte des dunklen Helden fokussieren. Ebenfalls kein Geheimnis dürfte sein, dass Bruce Wayne deshalb erst nach einer knappen Stunde in den Suit schlüpft, um kriminelles Gesindel unschädlich zu machen. Insofern also null Neuigkeiten, weshalb sich diese Rezension auch nicht mit der Wiedergabe tausendfach gehörter Fakten aufhalten möchte, sondern direkt zur Analyse übergeht.

    Und da bliebe zunächst zu konstatieren: Nolans Ansatz, fernöstliche Philosophie und westliche Atmosphäre zu verbinden, funktioniert erstaunlich gut, wenn er nicht gerade den Fehler begeht, billige Banalitäten als tolle Weisheiten zu präsentieren. Bedeutungsschwangere Sprüche à la "Warum fallen wir, Bruce? Damit wir lernen können, uns wieder aufzurappeln!" rangieren dann doch eher auf Freud für Anfänger-Niveau. Aber sei's drum - schließlich muss auch der amerikanische Durchschnittszuschauer was zum Staunen haben. Außerdem mag man derartige Pseudo-Aphorismen locker ignorieren, weil Regie und Buch ansonsten vieles richtig machen, indem sie überzeugende Charaktere schaffen, um ihnen interessante Entwicklungen mit auf den Weg zu geben.

    Darüber hinaus kann man an der - nicht allein für einen Film dieses Genres großartigen - schauspielerischen Darbietung generell nix bemängeln. Legendäre Urgesteine wie Michael Caine oder Morgan Freeman sind sowieso über jeden Zweifel erhaben, doch auch Gary Oldman, Liam Neeson, Tom Wilkinson und natürlich Christian Bale beeindrucken mit differenzierten, glaubhaften Leistungen. Gerade Bale verleiht seiner zerrissenen Figur punktgenau die nötige tragische Dimension, ohne in Übertreibungen zu verfallen. Eine Meisterleistung (welche im Deutschen eine wenig adäquate Synchronisation leider etwas schmälert)! Aber derart viel Licht wirft eben zwangsweise Schatten, und zwar den von Katie Holmes. Die zum aktuellen Zeitpunkt hauptberuflich als Tom Cruise-Freundin Beschäftigte stand nicht gerade weit vorn, als Talent verteilt wurde - ergo erlaubt der vorhandene Pool primär aufgerissene Augen und Mund sowie amüsant hölzerne Studien in Angst, Wut oder Verzweiflung. Gepaart mit hausbackenem Girlie-Charme, vermag man sich nur schwer vorzustellen, was Bruce Wayne an einer solchen blassen Vertreterin des weiblichen Geschlechts finden mag. Wer sich da an die rassigen Batgirls Kim Basinger und Michelle Pfeiffer erinnert, kann nur verzweifelt den Kopf schütteln.

    Somit bremst Miss Holmes das Werk in jeder ihrer (zum Glück nicht gar so zahlreichen) Szenen schwer aus. Doch obwohl sie sich als weitaus stärkerer Hemmschuh erweist, streut noch ein anderer Mangel Sand ins cineastische Getriebe - Nolan konnte sich ganz einfach nicht immer für einen konkreten Weg entscheiden beziehungsweise will es allen recht machen. Soll heißen: Tim Burtons Visionen waren düster; es gab kaum Licht, dafür schmutzige Settings, reichlich Tote (ein echter Klassiker dürfte nach wie vor die arme, mit ihrem Ableben den Weihnachtsbaum erleuchtende Blondine in BATMANS RÜCKKEHR sein) und teils erstaunlich harte Sequenzen (beispielsweise den bei lebendigem Leib verbrennenden Artisten). Sie suhlten sich förmlich im überdimensionierten Artifiziellen. Künstlichkeit ging vor allem anderen, sei es mit Blick auf die Ausstattung, oft himmelschreiend dumme Dialoge und Monologe ("Man nennt mich die Katze. Hörst Du mich brüllen?!", was noch dazu eine falsche Übersetzung war) oder völlig klischierte Emotionen - nichts wirkte auch nur ansatzweise real. Abschließend frönte Burton stets dem Kind im Manne, tobte sich aus, als wäre er auf dem Rummel für Erwachsene, und ließ auch seine Schurken daran teilhaben, welche reichlich infantil agierten, wenn sie niemand beobachtete. Exemplarisch dafür wären Pinguins(TM) Hang zur Spielzeugente und Catwomans(TM) Seilhüpfen mit ihrer per se tödlichen Peitsche zu nennen.

    BATMAN BEGINS umschifft alle genannten filmischen Mittel und erweitert das Sujet um eine wunderbare Ernsthaftigkeit. Absolut klasse - Kritik bleibt dennoch nicht aus... Wo nämlich Burton die Geschichte ganz offensichtlich den Finsterlingen unterordnete, ihnen alle Freiheiten zur Entfaltung gewährte und den eigentlichen Helden am Rand abhandelte, versucht es Nolan genau umgekehrt. Auch daran könnte man grundsätzlich kaum mäkeln - hätten Regie und Buch diesen Ansatz konsequent verfolgt. Sie bringen es allerdings nicht fertig, sondern müssen mit Scarecrow sowie dem schließlich ganz Gotham bedrohenden Verbrecherbund Gegner etablieren, welche weder Fisch noch Fleisch sind. Obwohl diese Schurken einerseits zum ultimativen Bösen erhoben werden, beschränkt sich ihre Leinwandzeit andererseits auf ein relatives Minimum, woraus ein Zwiespalt erwächst - zu viel, um eine echte Charakterstudie in Sachen Bruce Wayne abzuliefern, zu wenig für einen "typischen" Vertreter der Saga. Erschwerend hinzu kommt die mangelnde Präsenz von Cillian Murphy, dessen Scarecrow einfach keine gefährliche Aura umgibt. Da waren der hemmungslose Wahnsinn eines Jokers, die selbst vor unschuldigen Kindern nicht zurückschreckenden Rachegelüste Pinguins oder auch Catwomans mörderischer Sexappeal völlig andere Kaliber (ganz zu schweigen von Pfeiffers Kostüm, aber das gehört an eine andere Stelle). Letztlich unterwirft sich Nolan partiell doch den bislang etablierten Gesetzen, schwankt aber bezüglich deren Umsetzung unentschlossen zwischen seitens des Publikums Erwartetem und persönlich Intendiertem.

    Schlussendlich schaden derartige Kleinigkeiten diesem bislang besten Teil der Serie natürlich dennoch nicht, da sie lediglich den berühmten Teufel im Detail darstellen. BATMAN BEGINS bleibt eine hervorragende, wahrscheinlich sogar die bislang beste Comicverfilmung. Abzuwarten bleibt nun, welche Richtung Nolan in den geplanten Fortsetzungen (Ciao, Tim! Tschüss, Joel!) einschlägt.

    Adäquat zum auf ihr verewigten Film punktet die deutsche DVD mit toller Technik sowie informativen Extras, hat "nach oben" allerdings ebenfalls etwas Luft.

    Subjektive Filmwertung: 8 von 10 Neuanfängen






    Und das meinen unsere Kollegen...

    Fazit: 4,5/5
    Nicht umsonst haben wir auf der Hauptseite "Die Wiedergeburt eines Helden" geschrieben, denn Regisseur Christopher Nolan ist es gelungen den Flattermann wieder würdig in Szene zu setzen. Vor allem Comic Fans dürften mit der Umsetzung sehr zufrieden sein. Joel Schumacher setzte bei den Vorgängern mehr auf knallbunte Familienoptik, was die meisten Fans erschreckte, ja gar erzürnte. Bei allem Respek [...]
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