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 3542  Review zu: Auschwitz 04.09.2011
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Ein Review von Carlito Brigante



Auschwitz - ein Begriff der wie kein anderer für den Holocaust steht. Das größte Vernichtungslager der Nazis war der Inbegriff für die Hölle auf Erden.

Aber wie sah der Altag in diesem Lager aus? Wie war das Leben für die Wachmannschaft? Und wie das Leben für die Insassen? Wie wurde die Logostik geregelt? Und wie konnten normale Männer zu Menschenschlächtern werden?

Uwe Bolls Film konzentriert sich darauf, einen ganz normalen Tag in Auschwitz zu zeigen. Nüchtern und kühl betrachtet der Filmemacher, wie das Tagesgeschäft an diesem Ort ablief.

Er zeigt eine Normalität bei den Wachleuten, die umso brutaler wirkt, wenn man bedenkt,was diese Männer ihren Mitmenschen antaten.

Cover Auschwitz




Im Handel ab:29.07.2011
Anbieter: Intergroove Media GmbH / Savoy Film
Genre(s): Drama
Kriegsfilm
Regie:Uwe Boll
Darsteller:Maximilian Gärtner, Friedhelm Gärtner, Uwe Boll
FSK:12
Laufzeit:ca. 70 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 2.0
Bildformat:16:9 (1.78:1) anamorph
Medien-Typ:1 x DVD
Regionalcode:2
Verpackung:Amaray Case
Untertitel: Keine Untertitel
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
buch.de - einfach schnell


Das Bildformat des Filmes schwankt zwischen 1,78:1 bei den Interviews bzw. den Archivaufnahmen und 2,35:1 (beide anamorph) bei den inszenierten Schwarzweißszenen. Auch die Bildqualität wechselt, da die Interviews auf Video aufgezeichnet wurden, während der inszenierte Teil auf 35 mm gefilmt wurde.

- Die Bilder der Interviews sind relativ scharf und detailreich, der Kontrast ein wenig steil, die Farben kräftig.

- Die inszenierten Szenen im KL sehen besser und hochwertiger aus. Die Schärfe ist ziemlich gut, der Eindruck detailreich. Der Kontrast ist ausgewogen. Die Farben wurden bearbeitet, d.h. sie wurden stark desaturiert. Der Look des Filmes ist nun beinahe monochromatisch und damit fast Schwarzweiß. Es gibt ein dezentes Bildrauschen.

- Die Archivaufnahmen sehen natürlich weitaus weniger gut aus, als die modernen Anteile. Es gibt Farb- und Schwarzweiß-Bilder, die aber trotz oder gerade wegen aller Defekte und Unschärfen die nötige Authentizität vermitteln.

Insgesamt fällt die Kompression gelegentlich durch leichte Unruhen auf.

Bewertung  8 von 10 Punkten




Es gibt nur eine Tonspur in DD 2.0 Stereo, die solide daherkommt. Die Interviews sind alle klar und verständlich. Die Spielszenen sind ebenfalls makellos, klingen aber gelegentlich - bedingt durch die Sets - hallig. Die Archivaufnahmen, soweit mit Originalton, weisen natürlich einige Unsauberkeiten auf, sind aber jederzeit verständlich.

Es gibt optionale deutsche Untertitel.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Überraschenderweise gibt es erstmalig keinen Boll-Film mit einem seiner legendären Audiokommentare. Stattdessen setzt sich das Bonusmaterial wie folgt zusammen:

Es gibt ein Interview: Uwe Boll über den Film (ca. 9 min), ein Interview nach der Aufführung (ca. 6 min, am Tag der Premiere, im Kino "Babylon" in Berlin), ein Telefoninterview (ca. 15 min), eine Bildergalerie, und eine Originaldokumentation: Die Befreiung von Auschwitz (ca. 54 min). Die Doku ist in Englisch, aber sie greift auf Bilder eines russischen Kameramannes zurück. Dazu gibt es den berühmt-berüchtigten Trailer, der weltweit für Aufmerksamkeit und Kontroversen sorgte, weil Boll darin in SS-Uniform vor der vollen Gaskammer steht und die Opfer innen drin verzweifelt gegen die Tür hämmern.

Die Doku liegt in Englisch mit optionalen deutschen Untertiteln vor. Die Interviews sind auch nur in Englisch gehalten, aber ohne jegliche Untertitel.

Bewertung  5 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  7 von 10 Punkten


In letzter Zeit fühlt Uwe Boll wieder den "Auteur" und den Moralisten in sich stärker und präsentiert mit Filmen wie STOIC oder RAMPAGE neue Seiten von sich. Auch AUSCHWITZ gehört in diese Kategorie, wenngleich er scheinbar, für die gute Sache, sogar noch weiter geht als bei DARFUR. Doch nach Sichtung erweist sich AUSCHWITZ nach DARFUR, der durchaus gelungen war, wieder als ein großer Schritt zurück.

Das größte Problem an AUSCHWITZ (BRD, Kroatien, 2010) ist Boll höchstselbst, denn er scheitert an sich und seinen eigenen Maßstäben. Seine Prämisse lautet stets, er wollte einen Film machen, um zu zeigen, "wie es wirklich war". Er wollte die Lücke zwischen Filmen wie SCHINDLER'S LIST (1993) und Dokumentationen füllen, die den eigentlichen Vorgang der organisierten, industriellen Vernichtung entweder aussparten (weil es hieß, man könne so etwas nicht zeigen) oder nicht liefern konnten, weil Kameraleute der Alliierten erst Aufnahmen machen konnten, nachdem die Lager befreit wurden und man "nur" das eigentliche Ergebnis und die Hinterlassenschaften begutachten konnte.

Mit AUSCHWITZ präsentiert Boll nun eine Mischung aus Doku-artigen Schülerinterviews und spielfilmähnlichen Szenen, die genau diese Lücke füllen sollen. In den ersten Interviews führt er genüsslich die Unwissenheit bzw. die mangelnden Sprachfähigkeiten von (vermutlich Haupt-) Schülern vor, während am Ende immerhin Gymnasiasten folgen, die durchaus über solides Grundwissen verfügen und sich zumeist korrekt artikulieren können. Allerdings entgleist der letzte Teil der Interviews ein bisschen, weil man sich am Konflikt im Nahen Osten bezüglich der Palästinenser und Israel verhebt und inhaltlich verrennt. Auch muss man Boll für seine Fragestellungen kritisieren, die oftmals suggestiver Art sind und gezielt in eine Richtung gesteuert werden.

Der spielfilmähnliche, inszenierte Mittelteil weist keine echte Dramaturgie oder Handlung auf. Es wird lediglich das Abhaken von Stationen gezeigt: Zugfahrt, zum Lager laufen, Selektion, Entkleidung, Gaskammer, Verwertung von Haaren, Zähnen, Schmuck, Verbrennung im Krematorium. Dabei gibt es keine Dialoge, die irgendeinem Drehbuch entstammen, sondern lediglich improvisierte Befehle, die gerufen werden oder banale Alltagsgespräche der Wachmannschaften über die Familie oder den Dienstplan samt Urlaubsplänen.

Die entsprechende Inszenierung ist minimalistisch und hätte funktionieren können, wenn Boll sich zurückgenommen und ein wenig mehr auf Details geachtet hätte, denn es gibt handwerkliche Fehler, die unangenehm aufstoßen. Der Film wurde z.B. in einigen Szenen mit dramatischer und bedeutungsschwangerer Musik zugekleistert. Und obwohl zur Kino-Premiere im Februar 2011 noch mehr von dieser Musik vorhanden war und Boll anscheinend auf die damalige Kritik reagierte und einen Großteil der Musik wieder entfernte, ist immer noch etwas davon existent. Unnötig sind auch diverse Zeitlupen-Aufnahmen, die zu filmisch für diesen pseudo-realistischen Ansatz sind. Dazu kommen schlechte und entsprechend billig wirkende CGI-Effekte, die wie aus einem Horror- oder gar Splatterfilm stammend aussehen. Die Häftlinge und ihre Kleidung sehen viel zu sauber und zu adrett aus, um authentisch zu wirken. Die Gaskammer ist viel zu sauber, wo man doch weiß, dass sich die Opfer sogar selbst beschmutzten, da sie ihre Körperfunktionen nicht mehr unter Kontrolle hatten. Die Gaskammern mussten nach jedem Durchgang mit viel Wasser gesäubert werden.

Da das Projekt nur mit sehr wenig Geld entstand, ist dem Endergebnis auch das knappe Budget anzusehen. Der Film entstand parallel zu dem hingerotzten Trash BLOODRAYNE: THE THIRD REICH (2010) und BLUBBERELLA (2010), die Back-to-Back in den gleichen Sets gedreht wurden. Die Ausstattung ist erbärmlich und es gibt gerade einmal zwei oder drei Baracken mit einem Zaun drum herum. Natürlich fehlt es aufgrund des Geldmangels auch an Menschen, denn es gibt zu wenig Gefangene und zu wenig Wachen. Die Gruppe im Zug ist sichtbar klein, es gibt nur eine Handvoll Gefangener, die bereits im KZ arbeiten und auch die SS-Leute sind nicht gerade in großer Anzahl vorhanden. So wirkt es albern, dass die paar Menschen in eine große Gaskammer getrieben werden, die sie nicht einmal ansatzweise ausfülle. Dazu kommt, dass auf der darstellerischen Ebene alles enorm laienhaft wirkt. Die Menschen schauen in die Kamera, versuchen manchmal nicht zu lachen oder blinzeln mit den Augen, wenn sie eigentlich tot sein sollen.

Dazu kommen historische Ungenauigkeiten. Kein Wunder, denn Boll gab an, keine historischen Berater am Set gehabt zu haben, sondern er sah sich zur Vorbereitung angeblich lediglich eine Doku der BBC an. Boll weiß nicht genau, wann die gezeigten Szenen spielen sollen und gab schon mal unterschiedliche Zeiten an. Dann sagt er wieder, der Film heiße zwar AUSCHWITZ, aber das Gezeigte habe mit dem Lager Auschwitz nicht viel zu tun, es sei mehr eine Art Symbol. Deshalb muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, letztendlich mit dem Titel AUSCHWITZ lediglich Aufmerksamkeit generieren zu wollen, was ein weiterer platter PR-Stunt in der langen Reihe seiner Maßnahmen wäre, die Öffentlichkeit auf seine Filme und Unternehmungen zu lenken.

Der Film enthält neben den Interviews und den inszenierten Szenen auch Doku-Bilder aus Auschwitz und/oder anderen KZs, einige willkürliche Archivaufnahmen von Adolf Hitler, privat und bei öffentlichen Reden oder zusammenhanglose Bilder aus dem Warschauer Ghetto. Man gewinnt den Eindruck, dass damit nur die Laufzeit gestreckt werden soll, denn mit allem drum und dran ist nach gerade einmal 65 Minuten Schluss, bevor ein ultralangsamer Abspann noch einmal sechs Minuten schindet. Wirklich sinnvoll sind jedenfalls die eingestreuten Aufnahmen nicht.

Das Alles lässt den Film unglaubwürdig erscheinen, was den Anspruch unterläuft aufrütteln zu wollen. Auch das Marketing-Konzept mit dem berüchtigten Trailer bescherte dem Film zwar Aufmerksamkeit, aber zugleich auch viel Kritik, die sich nicht ohne Weiteres abtun lässt. Mit Boll im Film als Stulle-mampfendem SS-Schergen, der die Opfer in die Gaskammer treibt und dann vor der Tür wartet, als die von innen vor Panik dagegen hämmern, durchbricht das Konzept des Filmes, das Ziel aufzuklären, denn es lenkt ab bzw. lenkt die Aufmerksamkeit zu stark auf die Person Boll selbst. Der Film als solcher schockiert oder berührt einen kaum bis gar nicht. Es sei denn, man ist besonders zart besaitet und hat noch nie Berichte über KZs gesehen. Die beiliegende Doku auf der DVD ("Die Befreiung von Auschwitz") ist da viel eindringlicher und verstörender, denn sie hat authentische Bilder ohne gekünstelte und aufdringliche Musik, ja sogar ohne jeglichen Ton.

Die Frage bei Boll ist immer wieder, meint er das, was er so von sich gibt ernst oder ist das alles Teil des Geschäfts? Boll war schon immer mehr Geschäftsmann mit Blick auf das Geld als der leidenschaftliche Filmemacher, dem es um seine Werke geht. Wie soll man ihm da seine ambitionierten Bemühungen abnehmen, zumal die Ergebnisse stets ein wenig aufgesetzt wirken und oft durch irgendwelche Fehler konterkariert werden.

AUSCHWITZ ist der Beweis: Uwe Bolls größter Feind ist und bleibt Uwe Boll, denn der Film ist sicher ambitioniert, aber missraten; er soll schockieren, wirkt aber dilettantisch. Das ist kontraproduktiv für die Rezeptur und die gewünschte Wirkung. Wenn er trotzdem, gegen alle Erwartungen, irgendeine sinnvolle Wirkung, Diskussion oder auch nur einen Moment des Innehaltens auslöst, um so besser, dann ist Boll in der Tat etwas Ungewöhnliches gelungen, dass Respekt abnötigt. Boll hätte es sich insgesamt leichter machen können, aber womöglich wäre es dann kein echter Film von Uwe Boll mehr.






© DVD-Palace Home Entertainment




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