Momox.de - Einfach verkaufen.
  Startseite   Medien-Datenbank   Reviews   Forum   Shopping   Preisvergleich   Spezial   Impressum  
  Preisvergleich:
  Titelsuche:
Newsflash: UHD - lohnt sich der Umstieg schon?
Folge DVD-Palace bei Facebook Folge DVD-Palace bei Twitter
Newsletter  
Preissenkungen
von Amazon



Unsere Partner  





Schnäppchen  
[Blu-ray] Heidi ...
nur EUR 10.99
Dragonball Z - Box 8/10 (Episoden 231-250) [4 DVDs] ...
nur EUR 35.99
Dragonball Z - Box 10/10 (Episoden 277-291) [3 DVDs] ...
nur EUR 35.99
Dragonball Z - Box 3/10 (Episoden 75-107) [6 DVDs] ...
nur EUR 51.99
Dragonball Z - Box 9/10 (Episoden 251-276) [5 DVDs] ...
nur EUR 35.99
[Blu-ray] Erlösung ...
nur EUR 12.99
[Blu-ray] Ein Hologramm für den König ...
nur EUR 14.99
[Blu-ray] Superman - Die Spielfilm Collection 1978-2006 ...
nur EUR 17.99
[Blu-ray] James Dean Collection ...
nur EUR 17.99
[Blu-ray] Police Academy Collection (7 Discs) ...
nur EUR 23.97

[ Weitere Schnäppchen ]


DVD-Palace Home Entertainment gehört zu den 6.000 besten deutschsprachigen Internet-Adressen 2011
DVD-Palace Home Entertainment gehört zu den 6.000 besten deutschsprachigen Internet-Adressen 2010
DVD-Palace Home Entertainment gehört zu den 6.000 besten deutschsprachigen Internet-Adressen 2009
DVD-Palace Home Entertainment gehört zu den 6.000 besten deutschsprachigen Internet-Adressen 2008
DVD-Palace Home Entertainment gehört zu den 6.000 besten deutschsprachigen Internet-Adressen 2007
M-DVD.Org V2 - Kompromisslose Audio-, Video- und Cover-Verwaltung


PAL-NTSC-Converter



Bitte unterstütze DVD-Palace und kaufe Deine DVDs und Blu-ray Discs über die folgenden Partnerlinks...


 8951  Review zu: Angst 30.12.2005
Medienversand.at

Teile dieses Review mit anderen auf:   Dieses Review bei Facebook empfehlen   Dieses Review bei Twitter empfehlen

Ein Review von Michael Holland



Nach dem Mord an seiner Mutter wird ein junger Mann (Erwin Leder, DAS BOOT) aus dem Gefängnis entlassen. Sofort fühlt er den alten Zwang, seine tödlichen Träume auszuleben. Er sucht ein abgelegenes Haus auf: Wenig später kehren eine junge Frau, ihr behinderter Bruder und ihre alte Mutter zurück – ein sadistisches Spiel beginnt ...

Cover Angst
Cover vergrößern




Im Handel ab:16.01.2006
Anbieter: Eurovideo Bildprogramm GmbH / Epix Media AG
Originaltitel:Angst
Genre(s): Thriller
Drama
Regie:Gerald Kargl
Darsteller:Erwin Leder, Rudolf Götz, Silvia Rabenreither, Edith Rosset
FSK:Keine Jugendfreigabe
Laufzeit:ca. 80 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 2.0 Mono
Bildformat:16:9 (1.78:1) anamorph
Medien-Typ:1 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Amaray Case
Untertitel: Keine Untertitel
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Trailer von anderen Filmen
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Intro von Jörg Buttgereit
  • Buttgereit-Special
  • Regisseur-Interview
  • ANGST-Artikel
  • Bio- und Filmografie von Erwin Leder
  • Bildergalerien
  • Kurzfilm ZIELGERADE
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
Momox.de - Einfach verkaufen.


Von einer Independent-Produktion aus dem Jahre 1983 erwartet man nicht viel - bekommt aber eine erstaunlich gute Optik geboten. So sind die Farben angenehm kräftig, ohne den düsteren Grundton durch unnatürlich starke Sättigung zu stören. Der Kontrast zeigt sich grundsätzlich ebenfalls von seiner besten Seite, obwohl das Bild in dunklen Passagen manchmal ziemlich milchig wirkt, wodurch auch Details verloren gehen. Analog dazu schwankt der Schwarzwert ständig zwischen "nahezu perfekt", "gräulich" beziehungsweise "zu dominant". Allerdings stört all das nur unwesentlich.

Absolut Großartiges leistet indes die Schärfe: Ungeachtet recht offensichtlicher Instabilitäten bei Bewegungen verraten meist messerscharfe Kanten, eine Vielzahl von Einzelheiten selbst auf längere Distanzen sowie angenehme Tiefe das Alter des Masters zu keiner Zeit. Gleiches gilt für bloß höchst selten aufblitzende Verschmutzungen. Erkauft wird dieses beeindruckende Ergebnis jedoch durch Verzicht auf Rauschfilter, was man überdeutlich sieht. Permanent liegt nämlich teilweise schon extremes (Beispiel: die Gefängnis-Szene am Anfang) Grieseln über dem Bild. Immerhin gehen potenzielle Kompressions-Probleme auf diesem Wege schlicht unter, so dass bloß noch in wenigen Szenen gelindes Aliasing zu sichten ist.

Trotzdem haben wir es insgesamt mit einem weit überdurchschnittlichen Ergebnis zu tun, von dem sich viele DVD-Präsentationen vergleichbarer Filme (bezogen auf Produktionsbedingungen und Alter) eine massive Scheibe abschneiden können. Darum gibt es hier gute...

Bewertung  7 von 10 Punkten




Weniger Freude ist bezüglich des Sounds angebracht, da man nun doch ziemlich deutlich merkt, dass beim Dreh kein professionelles Kino-Equipment zur Verfügung stand. Folgerichtig präsentiert sich der Track (Deutsch in Dolby Digital 2.0 Mono) sehr dumpf, etwas verrauscht, leicht schwankend und mit teilweise heftigen Nachziehern bei S-Lauten versehen. Seinen Zweck erfüllt er dennoch, da außer den als Voice-over zu hörenden Gedankengängen des Killers nahezu keinerlei weiterer Sound zum Einsatz kommt. Ein paar Umgebungsgeräusche (welche allerdings weitaus klarer und reiner klingen; man denke an den häufig verwandten, zermürbend tropfenden Wasserhahn), hin und wieder etwas Musik, einige Schreie - das war's. Nichts soll großartig vom nüchternen inhaltlichen Dauerschlag in die Magengrube des Zuschauers ablenken. Zum Vorwurf machen kann man ANGST also lediglich die nicht immer vollkommen gegebene Sprachverständlichkeit. Letztlich bleiben dafür solide...

Bewertung  3 von 10 Punkten




Erfreulicherweise hat sich EuroVideo tatsächlich die Mühe gemacht, ein paar Extras aufzutreiben, was nicht unbedingt leicht gewesen sein dürfte - dafür also schon mal Respekt! Man kann diese Boni über ein teilanimiertes, soundunterlegtes Hauptmenü anwählen und bekommt zunächst zwei ANGST-Trailer geboten. Es folgen die Bio- und Filmografie (fünf Texttafeln) von Hauptdarsteller Erwin Leder inklusive anhängender Bildergalerie (acht Fotos). Ebenfalls schriftlich liegen ein spannendes Interview mit dem Regisseur (zwölf Fragen) sowie ein ANGST-Artikel (zehn Texttafeln) vor. Letzterer beschäftigt sich mit dem realen Hintergrund des Werkes und untersucht, wie er diesen umsetzt. Für Zuschauer mit Interesse an cineastischen Analysen sehr interessant, aber voller Spoiler!

"Galerie und Presse" zeigt dann einige Fotos von den Dreharbeiten, bevor Zeitungsartikel von 1983 ihre Sicht auf ANGST preisgeben. Hier klicken sich wohl nur Hartgesottene durch, weil man für gewöhnlich nicht x Essays zum eben gesehenen Film benötigt. Sehr empfohlen sei allerdings der Kurzfilm ZIELGERADE (5:24), ein erst 2005 entstandener Beitrag zum Thema "Serienkiller". Mittels heftiger stilistischer Verfremdungen und eines geradezu hypnotischen Off-Sprechers, welcher das Regelwerk für den perfekten Mord erläutert, steht er ANGST in seiner Wirkung nur wenig nach. Neben der obligatorischen Trailershow, die auf neun meist im Horrorgenre angesiedelte Titel verweist, schließt ein Vorwort von Jörg Buttgereit das Extramaterial ab. Dem geneigten Fan als wenig zimperlicher Regisseur bekannt, spricht er knapp sechs Minuten über ANGST, persönliche Rezension inklusive. Wer zwischendurch auf "Menü" drückt, gelangt übrigens zum Buttgereit-Special, bestehend aus Bio- und Filmografie sowie einigen Plakatmotiven (zusammen acht Texttafeln).

Leider finden sich auf der ganzen DVD allerdings keinerlei Untertitel, was letztlich zur Abwertung führt.

Bewertung  4 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  5 von 10 Punkten


Falls es stimmt, dass ein Land sich unter anderem über seine Kultur (und damit eben auch Kinofilme) definiert, müssen in den wunderschönen Landschaften Österreichs allerlei Extreme verborgen liegen. Während man sich immer auf ein zermürbendes Erlebnis freuen darf, wenn Michael Haneke auf dem Regiestuhl Platz nimmt, seziert Ulrich Seidl so messerscharf wie lustvoll menschliche Vorhöllen. Dagegen frönt Wolfgang Murnberger am liebsten dem nachtschwarzen, zynischen Humor, und mit BLACKOUT JOURNEY hat Siegfried Kamml anno 2004 zwar kein unbedingt gutes, aber immerhin weit von üblichen Sehgewohnheiten gelagertes Debüt abgeliefert, welches zumindest Potenzial verheißt. ANGST-Macher (was für ein Wortspiel...) Gerald Kargl reihte sich bereits 1983 in diese Riege ein und schuf ein Werk, das sich am ehesten noch mit Hanekes FUNNY GAMES vergleichen lässt.

Beiden Filmen ist grundsätzlich gemein, dass sie die - vermeintliche - Banalität des Bösen aufzeigen. Aber wo Haneke dem Zuschauer mittels fiktiver Ereignisse einen erschreckenden Spiegel vorhält und ihn zum Komplizen macht (wobei er später im Interview seine Intention als extrem "über einen Kamm scherend" darstellte, was aber eine andere Geschichte darstellt), nimmt sich Kargl reales Geschehen vor. Eine weitere Parallele besteht darin, dass in beiden Fällen die Angst und Verzweiflung der Opfer spürbar wird, das Töten also nicht, wie so oft, im glorifizierenden Blendlicht steht. Dafür sorgt bei ANGST auch die brillante Kameraführung, welche den Personen oftmals fast unerträglich dicht auf den Leib rückt. Man kann einfach nicht entkommen oder wegsehen, selbst wenn dies manchmal nötig scheint. Denn Kargl begeht einen Anfängerfehler, indem er die graphische Darstellung oftmals übertreibt. Beispielsweise stellt vor allem der letzte Mord per se sicherlich ein probates Mittel dar, um gleichzeitig Abscheu zu erzeugen, das kranke Seelenleben des Killers drastisch herauszuarbeiten und den Zuschauer mit seinen individuellen Sehgewohnheiten zu konfrontieren (was wiederum Hanekes Beitrag ähnelt). Allerdings ist seine explizite Abbildung auf sensationsheischende Weise schlicht widerlich und spekulativ, was noch für einige andere Sequenzen gilt. Was also konfrontieren möchte, gerät zur puren Provokation - und schlimmstenfalls vielleicht sogar visuellen Spielwiese für Leute, die derartiges toll finden. Kargl gesteht sein diesbezüglich unglückliches Händchen übrigens im Interview selbst ein und würde heute (fast) alles der Phantasie des Publikums überlassen...

Davon aber mal weg, gelingt ihm ein verstörender Zelluloid-Hammerschlag, welcher gleichzeitig Psycho-Studie wie analytische Ereignis-Betrachtung sowie bitterste Sozialkritik ist. Letztere vor allem deshalb, weil man ANGST bei Bedarf vielfältig interpretieren mag - mancher wird darin vielleicht primär die Reise ins Hirn eines Killers sehen. Doch andere Zuschauer stellen sich möglicherweise unangenehme Fragen: Warum halten Mutter und Schwester ihren (auch geistig, welche Schande!) behinderten Sohn/Bruder quasi gefangen beziehungsweise zumindest komplett von der Außenwelt abgeschnitten? Inwiefern schafft sich die Gesellschaft ihre Täter selbst oder braucht sie schlimmstenfalls zur Beibehaltung selbstgerechter Moralauswüchse? Wieso kommt der "durchschnittliche" Serienkiller eigentlich immer aus gutbürgerlichem Haus - übrigens ein Phänomen, das auch Haneke auffiel? Weshalb unternimmt die ältere Frau scheinbar nicht einmal den Versuch, ihrer Tochter zu helfen? Der weiteren Ebenen gibt es viele, wer möchte, kann sich also noch eine ganze Weile mit dem Gesehenen auseinandersetzen. Dies natürlich auch, da Kargl trotz mancher Kindheitserinnerung des extremen Anti-Helden (physische und psychische Folter durch die Eltern, Hass auf seine immer bevorzugte Schwester et cetera) zum Glück keine billigen Erklärungen liefert. Erst am Ende gibt es einen aussagekräftigen Kommentar: "Alle haben jetzt Angst vor mir. Ich bin berühmt!"

Aus rein cineastischer Sicht bleibt also, wie bereits erwähnt, ein aufwühlendes Werk, welches jedoch leider häufig zwischen gewollter (Handlung) und unbeabsichtigter (exzessiv ausgespielte Gewalt) Abstoßung schwankt. Dennoch sorgen eine grandiose Optik sowie die Sinnlosigkeit des Tötens in Verbindung mit der absolut hoffnungslosen, fast nihilistischen Atmosphäre für einen Kraftakt von Format. Abschließend muss man - so geschmacklos es klingen mag - dem Protagonisten ebenfalls Respekt zollen: DAS BOOT-Star Erwin Leder gibt den Psychopathen beängstigend real. Alle Opferrollen werden dagegen von Laiendarstellern gespielt, welche teilweise böse Aussetzer zeigen. Beispielsweise ist es schon befremdlich, dass die vor dem Killer fliehende Mutter glaubt, erst mal ihr verrutschtes Oberteil zurechtzupfen zu müssen.

Fazit: Wer FUNNY GAMES für zu plakativ und gewollt hält (was aus Rezensentensicht bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar wäre) oder andere Gründe hat, ihn nicht zu mögen, sollte auch von ANGST lieber die Finger lassen; zu ähnlich sind sich letztlich beide Filme trotz aller generellen Unterschiede. Menschen, welche Hanekes Beinahe-Klassiker aber mögen und darüber hinaus nicht bloß "Höhö, saugeil, wie diese beiden Typen die Familie kaltmachen" finden, sondern verstanden haben, dürfen sich den 16. Januar 2006 rot im Kalender markieren. Dann nämlich erscheint Kargls in Deutschland auf Grund bollwerkartiger Zensur nie gezeigtes oder sogar auf Tonträgern veröffentlichtes Werk als rundum erstaunlich gute DVD - EuroVideo sei Dank.

Subjektive Filmwertung: 7 von 10 Stichen ins kollektive Bewusstsein






© DVD-Palace Home Entertainment




  Reviews
Review zu Bram Stoker's Dracula - Deluxe Edition lesen

Review zu Diese zwei sind nicht zu fassen lesen Diese zwei sind nicht zu fassen
Review zu Peanuts - Die neue Serie - Vol. 1 lesen Peanuts - Die neue Serie - Vol. 1
Review zu American Justice - Im Sumpf der Gesetzlosigkeit lesen American Justice - Im Sumpf der Gesetzlosigkeit
Review zu Mara und der Feuerbringer lesen Mara und der Feuerbringer
Review zu Fack Ju Göhte 2 lesen Fack Ju Göhte 2
Review zu The Last Witch Hunter lesen The Last Witch Hunter
Review zu From Dusk Till Dawn - Staffel 2 lesen From Dusk Till Dawn - Staffel 2
Review zu Die Musketiere - Staffel 2 lesen Die Musketiere - Staffel 2
Review zu Arlo & Spot - 3D lesen Arlo & Spot - 3D

[Weitere Reviews]


  News
  •   06.12.2016
  • UHD - lohnt sich der Umstieg schon?
  •   06.12.2016
  • Polyband: Die Veröffentlichungen im Februar 2017
  • 04.12.2016
  • Die aktuellen Blu-ray und DVD-Verkaufscharts (Stand: 04.12.2016)
  • 02.12.2016
  • Warner: Die Veröffentlichungen im Januar 2017 - Update
  • 01.12.2016
  • 20th Century Fox: Absolutely Fabulous - Der Film

      [ Weitere News ]