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 8540  Review zu: Adolf Winkelmanns Ruhrgebietstrilogie 09.02.2006
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Ein Review von Michael Holland



Die Abfahrer
Atze, Lutz und Sulli haben keine Arbeit. Tag für Tag vertrödeln sie ihre Zeit in einem Hinterhof. Atze ist als Facharbeiter auf der Hütte irgendwann rausgeflogen, Lutz hat gerade seine Lehre abgeschlossen und ist von seinem Betrieb nicht übernommen worden, der Grieche Sulli ist Ausländer, der kriegt sowieso keine Lehrstelle. Die Nachbarn sind misstrauisch, die früheren Kollegen spotten, das Nichtstun ist langweilig und all das haben die Drei satt. Atze, Lutz und Sulli klauen einen voll beladenen Möbelwagen und fahren davon. Aus einer kleinen Probefahrt wird ein Abenteuer, ein Ausstieg aus der Realität, ein Stück geborgte Freiheit. Aber wer abhaut, wird verfolgt. Die Nachbarn haben es schon immer gewusst, die Polizei fahndet und Übereifrige machen sich auf, die Außenseiter zu fangen...

Jede Menge Kohle
Katlewski ist Anfang 20 und Bergmann aus Recklinghausen. Mit seiner Frau und dem Wohlstand, den sie sich geleistet haben, kommt er nicht mehr klar. Eines Tages, 1.000 Meter tief unter der Erde, ist er plötzlich verschwunden. Zwei Wochen später entdeckt man ihn - total verstört - in einem Stollen unter Dortmund und trägt ihn nach oben. Er lernt ein Mädchen kennen, die Ulli - das zweite Leben beginnt, das nur einen Haken hat: Da ist noch der Kredit aus dem ersten! Um diesen Kredit abzuzahlen, versucht Katlewski jetzt das schnelle Geld zu machen. Und dann kommt wieder der Punkt, an dem ihn nichts zurückhält.

Nordkurve
Saufen, Prügeln, Sex und Fußballspielen - am Samstag haben die Menschen in der Nordkurve nur ihr Vergnügen im Kopf. Es geht um Lust um jeden Preis, um Kampf mit allen Mitteln, um Intrige, Betrug und Erpressung. Schließlich findet am Nachmittag das alles entscheidende Spiel statt, und 40.000 wollen dabei sein. Jeder bereitet sich auf seine Art darauf vor, jeder will den Deal seines Lebens machen. Ersatzspieler Niebitsch wartet sehnsüchtig auf seinen Auftritt. Spielervermittler Roland F. Beyer versucht, das ganz große Ding einzufädeln. Der Verein steht vor dem finanziellen Ruin. Präsident Vischering denkt nur an die Einladung ins „Aktuelle Sportstudio“. Und Gottschalk beginnt, sich systematisch zu betrinken. Am Ende steht fest: Herbergers Weisheit „Das Spiel dauert 90 Minuten“ ist falsch. Das Spiel dauert den ganzen Tag und das jeden Samstag...

Cover Adolf Winkelmanns Ruhrgebietstrilogie
Cover vergrößern




Im Handel ab:16.01.2006
Anbieter: Alive AG / Turbine Medien
Originaltitel:Die Adolf Winkelmann Edition
Genre(s): Komödie
Regie:Adolf Winkelmann
Darsteller:Jochen Nickel, Stefan Jürgens, Piet Klocke, Hermann Lause, Delle Quandt, Tana Schanzara, Renate Krössner, Walter Kreye, Daniel Berger, Bernd Stegemann, Christian Tasche, Rolf Dennemann, Michael Brandner, Wolf-Dietrich Berg, Katharina Abt
FSK:12
Laufzeit:ca. 292 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 2.0 Mono
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:4:3 Vollbild (1.37:1)
16:9 (2.35:1) anamorph
16:9 (1.85:1) anamorph
Medien-Typ:1 x DVD-5 und 2 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:DVD-Box
Untertitel: Keine Untertitel
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Videokommentar: Adolf Winkelmann und David Slama erklären den Film "Die Abfahrer"
  • Menü mit dem Soundtrack der "SCHMETTERLINGE" inkl. Kultsong "Die größte Sau von Dortmund bis Essen" und Instrumentalstücken
  • Experimenteller Kurzfilm "Adolf Winkelmann - Kassel 9.12.67 11:54h"
  • Menü mit den Songs und Instrumentalstücken von Bernie Adamkewitz
  • Galerie mit Produktionsfotos
  • Audiokommentare von Regisseur Adolf Winkelmann und Kameramann David Slama
  • Fotogalerie
  • Biografien von Stab und Besetzung
Zusatzinfos:
  • Neu abgetastet und digital gemastert für die bestmögliche Bildqualität


    Infos zum Film bei der OFDb
    Infos zum Film bei der IMDb
  • Momox.de - Einfach verkaufen.


    DIE ABFAHRER (wackelige 6 von 10 Punkten)
    Man muss bei Betrachtung des vorliegenden Bildes berücksichtigen, dass dieser Film bereits 1978 entstand. Außerdem war das Budget offensichtlich knapp bemessen - im Audiokommentar spricht Kameramann David Slama vom Crewaufkommen (gerade mal neun Leute) als Luxus. Deshalb sind bestimmte Einschränkungen geradezu zwingend und zeigen sich primär in starkem Grieseln. Auch Verschmutzungen beziehungsweise leichte Schäden bleiben gerade anfangs nicht aus, was sich später allerdings ändert und auf ein relatives Minimum beschränkt. Auffälliger stechen manchmal flimmernde Bildteile ins Auge - beispielsweise sorgt Tana Schanzaras schwarz-weiße Bluse ab 0:03:17 für deutliche Unruhe. Dafür kann man am Kontrast bloß wenig Kritik üben; lediglich dunkle Passagen schlucken offensichtlich feine Einzelheiten.

    Obwohl sie zwischendurch immer mal wieder arg zur Weichzeichnung tendiert, wurde in Sachen Schärfe generell wiederum Erstaunliches geleistet. Selbst auf längere Distanzen bleiben verblüffend viele Details klar erkennbar, die Kantenabbildung gelingt meist sauber, gerade Menschen wirken zudem angenehm plastisch. Positiv zu vermerken wären darüber hinaus satte Farben. Kompressionsprobleme sind (auch) auf Grund des eingangs erwähnten Rauschens nur selten zu sehen - diesbezüglich soll vor allem dezentes Aliasing genannt werden. Außerdem tritt bei Bewegungen hin und wieder leichtes Ruckeln oder Verschwimmen auf, was aber nicht wirklich stört.

    Insgesamt trotz aller Schwächen eine starke Leistung, welche angesichts der Umstände knappe sechs Punkte rechtfertigt.


    JEDE MENGE KOHLE (knappe 9 von 10 Punkten)
    Nach Einlegen dieser DVD möchte man sich am liebsten die Augen reiben, denn das Bild ist nicht nur für das Produktionsjahr 1981 geradezu brillant. Nach wie vor wirken Farben kräftig und nun sogar derart frisch, als wäre JEDE MENGE KOHLE erst gestern entstanden. Das Schärfeverhalten ist jederzeit schlicht wunderbar - beispielhaft seien bei 0:16:52 die Gesichter im Hintergrund genannt, welche immer noch einige klare Details aufweisen. Blitzer treten zwar nach wie vor ziemlich häufig auf, dafür bleibt Rauschen diesmal auf dezentes Hintergrundgrieseln beschränkt. Auch am Schwarzwert gibt es rein gar nichts zu bemängeln, zudem arbeitet die Kompression ungeachtet einer nicht sonderlich hohen Videobitrate von 4,59 Mbps absolut unauffällig.

    So viel Licht wirft zwar zwangsläufig auch Schatten, dieser beschränkt sich im vorliegenden Fall aber lediglich auf leichte Kontrastprobleme. Manchmal stechen helle Bildteile nämlich etwas zu sehr heraus, während dunkle Passagen teils Gefahr laufen, in ihrer eigenen Finsternis zu ertrinken. Trotzdem: Von diesem Bild kann sich mancher aktuelle Blockbuster eine Scheibe abschneiden! Dafür gibt es mit einem kleinen Altersbonus gerade noch neun Punkte.


    NORDKURVE (8 von 10 Punkten)...
    ...ist zwar der jüngste aller drei Beiträge, bietet aber deswegen nicht automatisch das beste Bild. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern wirken beispielsweise Farben zwar stets natürlich, jedoch etwas blass. Zu Beginn fast schon schockierend heftiges Rauschen legt sich beruhigenderweise im weiteren Verlauf und übersteigt natürlichen Filmgrain bloß selten. Ein toller Schwarzwert gibt keinen Grund zur Klage, Gleiches gilt für den wirklich schönen Kontrast. Kleinere Verunreinigungen müssen allerdings immer noch zu häufig hingenommen werden.

    Auf den ersten Blick wirkt die Schärfe hervorragend; schaut man genauer hin, dürften aber schon einige feine Details mehr sichtbar sein. Dennoch bewegt sich das Gebotene auf sehr hohem Niveau und überzeugt vor allem durch tolle Plastizität. Dafür schwankt die Kantenabbildung qualitativ recht deutlich - manchmal gelingt sie messerscharf, teils trüben leichte Doppelkonturen beziehungsweise dezentes Aliasing ihre Perfektion. Auch ein hin und wieder unruhiger Bildstand sei der Vollständigkeit halber erwähnt. Summa summarum ist die Optik also nicht unbedingt fehlerfrei; von echten Mängeln zu sprechen, wäre jedoch völliger Unsinn, da die erwähnten Mini-Makel nur bei entsprechender Suche störend auffallen. Darum: acht Punkte.

    Bewertung  8 von 10 Punkten




    DIE ABFAHRER (4 von 10 Punkten)
    Formatbedingt kann der Dolby Digital 2.0 Mono-Ton nicht gerade sonderlich viele Akzente setzen, liefert allerdings in Anbetracht der Umstände auch keinen Grund zur echten Kritik. Vielmehr weiß vor allem der erstaunlich voluminöse, helle Score gut zu gefallen. Gleiches gilt für nun wirklich nicht erwartete Bass-Einlagen, welche selten auftreten, dann aber überzeugen. Zudem tragen einige hübsche Umgebungsgeräusche zum Flair bei und muss positiv erwähnt werden, dass Rauschen stets ausbleibt. Die Sprachwiedergabe schwankt qualitativ allerdings deutlich: Von perfekter Verständlichkeit über leichte Verzerrungen (zischelnde S-Laute) bis hin zu unangenehm dumpfer Ausprägung ist so ziemlich alles dabei. Darin liegt schließlich der Grund verborgen, warum DIE ABFAHRER hier "bloß" sehr solide vier Punkte bekommen.


    JEDE MENGE KOHLE (6 von 10 Punkten)
    Wie der Einleger informiert, wurde der "Ton vom Dolby Stereo 4-Kanal-Soundtrack für Dolby Digital 5.1 Wiedergabe remastert". Ergo haben wir es mit einem technisch versierten Upmix zu tun, was tatsächlich hörbar ist. So dürfen alle Lautsprecher nicht nur beim wiederum sehr überzeugenden Score zum Raumklang beitragen - auch teils sogar positionsverändernde Effekte oder Umgebungsgeräusche nutzen häufig die erweiterten Möglichkeiten (vor allem während Szenen unter Tage). Recht kraftlose, aber durchaus gefällige Bass-Attacken sind da natürlich ebenfalls Ehrensache.

    Etwas indifferent zeigen sich aber wieder die Dialoge. Positiv zu vermerken wäre, dass sie häufig dem Geschehen folgen, also nicht auf den Center konzentriert bleiben. Dies stört jedoch andererseits, wenn auf Grund des Upmixes aus sämtlichen Boxen gleichzeitig laut und deutlich Sprache ertönt, was zum Glück nur vereinzelt vorkommt. Darüber hinaus wirken Stimmen zwar meist frisch und gut in ihr akustisches Umfeld eingebettet, neigen aber unverändert manchmal zu dezenten Verzerrungen. Zudem tritt streckenweise leichtes Hintergrundrauschen auf. Sechs Punkte sind hier trotzdem drin!


    NORDKURVE (8 von 10 Punkten)
    Bereits die anfängliche Regenszene breitet sich voluminös im Hörraum aus und lässt Großes erwarten. Der Dolby Digital 5.1-Track zeigt dann auch wirklich, was in ihm steckt. Kaum eine Szene muss ohne akustische Zuarbeit auskommen. Ob ortbare Effekte (Flughafen!), bedrohliches Grummeln aus dem Subwoofer oder eine kongenial eingefangene Stadion-Atmosphäre: Hier wird immer was geboten. Letztlich entsteht auf diesem Wege ein schönes, vor allem aber stets lebendiges Klangbild, welches oftmals echtes Mittendrin-Feeling vermittelt und einfach Laune macht. Natürlich darf der Score darüber hinaus weiterhin klare Akzente setzen.

    Trotz der angesprochenen tonalen Vielfalt werden Dialoge zum Glück nie verdeckt, sondern bleiben immer klar verständlich und hervorragend eng mit dem Umfeld verknüpft. Ankreiden kann man ihnen lediglich einen manchmal etwas sterilen Klang, welcher aber nicht ernsthaft ins Gewicht fällt. Acht Punkte sind die verdiente Belohnung für diese rundum gelungene Leistung.

    Bewertung  6 von 10 Punkten




    DIE ABFAHRER (knappe 5 von 10 Punkten)
    Wie von Turbine Medien gewohnt, wurde auch hier mit viel Sorgfalt einiges Bonusmaterial zusammengetragen oder produziert. So trafen sich im Januar 2005 Regisseur Adolf Winkelmann und Kameramann David Slama, um ihr gemeinsames Frühwerk nochmals anzuschauen. Im Ergebnis steht ein Videokommentar. Dies bedeutet: Ein kleines Fenster zeigt den Film, dahinter sitzen die beiden Männer und sprechen über das gerade zu Sehende. Ein sehr sympathisches Feature, welches dem Zusammentreffen zweier guter Freunde ähnelt. Man schwelgt in (manchmal sogar Kindheits-)Erinnerungen, kramt Anekdoten hervor, untersucht technische Belange und ist ganz allgemein voll bei der Sache ("Jetzt kommt die schöne Szene!"). Stakkato-Informationen zur Entstehung dürfen also nicht erwartet werden, dennoch erfährt man vielerlei Hintergründiges. Wer es klassischer mag, wählt bloß die Tonspur zum Hauptprogramm an und erhält so einen traditionellen Audiokommentar.

    Weiter geht es mit dem Kurzfilm ADOLF WINKELMANN, KASSEL 9.12.1967 11:54H, welcher fast acht Minuten lang läuft. Inhaltlich kann man sicherlich geteilter Meinung darüber sein; die am Protagonisten klebende Kamera dürfte aber zum damaligen Zeitpunkt eine echte optische Revolution dargestellt haben. Nachfolgend offeriert das Menü die acht Titel umfassende, separierte Filmmusik - eine klasse Idee! Abschließend gibt es noch die Trailer zu allen drei hier versammelten Ruhrgebietsfilmen sowie DVD-Credits.


    JEDE MENGE KOHLE (4 von 10 Punkten)
    Erneut steht ein Audiokommentar von Winkelmann und Slama zur Verfügung, welcher seinem DIE ABFAHRER-Bruder in nichts nachsteht. Wieder verbinden sich Anekdoten ("Du hast geflucht!"), technische Betrachtungen ("Dann kam auch noch Hans Peter Kuhn und sagte: 'Das Neue jetzt, das ganz Neue ist Dolby Stereo!'") und ganz einfach sympathisches Geplauder zu einem unterhaltsamen, empfehlenswerten Cocktail. Auf die Video-Variante wurde diesmal verzichtet, was jedoch nicht weiter tragisch ist.

    Nach wie vor erweist es sich dann als toller Einfall, den Soundtrack (sieben Titel) vom Film gelöst hören zu können. Als Ersatz des obigen Kurzfilms fungiert nachfolgend eine Produktionsfotogalerie mit leider bloß neun recht kleinen Motiven. Trailer zur Trilogie sowie die DVD-Credits bilden den bereits bekannten Abschluss.


    NORDKURVE (3 von 10 Punkten)
    Zum dritten Mal haben sich Winkelmann und Slama die Mühe gemacht, einen Audiokommentar einzusprechen - und sind dabei nicht müde geworden. Wer also Informationen bezüglich der Qualität dieses Features haben möchte, möge die obigen Ausführungen beachten. Auch hier existiert keine Video-Version.

    Wirklich bedauerlich: Der Soundtrack fand diesmal keinen Weg auf den Silberling. Es gibt nur noch eine Fotogalerie (15 unverändert ziemlich kleine Bilder), Biografien von Stab und Besetzung (zusammen zwölf Texttafeln, denen man bloß wenig Informatives entnimmt) sowie die bekannten Trailer und DVD-Credits. Schade!


    Allen DVDs gemein sind meist (teil-)animierte, soundunterlegte Menüs, was von echtem Interesse am Medium zeugt. Unbedingte Erwähnung soll außerdem der hübsche und sogar recht stabile Schuber finden, in welchem die drei Keep Cases stecken. Sammlerherz, was begehrst du mehr?! Leider finden sich jedoch nirgends Untertitel, womit Hörgeschädigte völlig ausgeschlossen werden. Dafür gibt es einen Rüffel nebst Punktabzug.

    Bewertung  3 von 10 Punkten





    Technisches Fazit:  Bewertung  6 von 10 Punkten


    DIE ABFAHRER (subjektive Filmwertung: 7 von 10 Punkten)
    Wie das Cover uns informiert, handelt es sich hier um "die erste Kultkomödie aus dem Ruhrgebiet". Nun definiert jeder Mensch das Wörtchen Kult wohl anders; allerdings kann man diesem Film entsprechendes Potenzial tatsächlich nicht absprechen. Wo das teutonische Kino nämlich verzweifelt nach neuen Stoffen sucht und am Ende meist doch bloß die x-te "Notgeile Großstädter im Hormonreigen"-Variante, gewöhnungsbedürftigen Tom Gerhardt-Humor oder schwule Klischee-(T)Raumschiffe fabriziert, hält Adolf Winkelmann mit der Kamera einfach auf das ganz normale Leben. Spießig-allwissende Nachbarn, welche den lieben langen Tag am Fenster hängen und verknöcherte Sprüche ablassen... Latenter Rassismus... Generationskonflikte... Eine gluckenhafte Mutter, stets in Sorge, dass ihr Sprössling sein Taschentuch nicht vergisst... Hausfrauen beim Treff im Tante-Emma-Laden, welche über die böse Jugend palavern und spektakulären neuen Produkten eine Chance geben ("Haben Sie dieses flüssige Scheuerpulver?")... All das versprüht mehr Realismus und oft charmanten Witz als jede durchkonstruierte, sterile Großproduktion, zumal sich seit 1978 scheinbar nicht wirklich viel geändert hat, man sich als Zuschauer also in den alltäglichen Dialogen wiederfindet oder Parallelen zum eigenen Umfeld zieht.

    Aber Winkelmann ist zudem clever genug, die Subebene nicht zu vergessen: Auf Grund drohender Schließung der "Hütte" droht Massenarbeitslosigkeit, besonders die Jugend treibt orientierungslos vor sich hin. Allerdings wackelt der Regisseur nie bedrohlich mit dem moralischen Zeigefinger, sondern würzt auch den ernsteren Hintergrund mit treffender Situationskomik. Lachen war eben schon immer eine hervorragende Möglichkeit, seinem Gegenüber die Zähne zu zeigen. Letztlich gerät DIE ABFAHRER damit zum gelungenen Porträt eines Lebensgefühls und erreicht manchmal gar Sittenbild-Dimensionen. Da stören selbst einige Längen sowie die fehlende Stringenz nicht übermäßig. Und für einen echten Schock ist auch gesorgt: Hatte man damals wirklich diese Tapete an der Wand?!


    JEDE MENGE KOHLE (subjektive Filmwertung: 8 von 10 Punkten)...
    ...stellt offensichtlich Winkelmanns Versuch dar, auf mehr als nur eine Art neue Wege zu gehen. So wird in den ersten zwölf Minuten kaum gesprochen, sondern Information fast ausschließlich über die Optik transportiert. Obwohl Winkelmann beileibe kein visueller Regisseur ist, gelingt dies ganz gut, schützt allerdings nicht vor dezenter Langeweile. Damit wären die Innovationen vorerst aber auch beendet, denn nachfolgend scheint man einem aufgepeppten DIE ABFAHRER-Remake beizuwohnen: Hier wühlt ein spießiger Vorgesetzter im Müll seiner Nachbarn und lamentiert über Probleme auf Arbeit, während die schwer genervte Gattin sich spontan aus dem Zimmer schleicht...

    Dass er auf solche Art nicht noch einen Film drehen kann, hat Winkelmann zum Glück erkannt und schenkt seiner Geschichte eine ebenso neue wie gleichzeitig alte Dimension: die Liebe. Natürlich reden wir hier aber nicht von Hollywood-Model-Typen, welche sich - umzingelt von prunkvollen Kulissen - verschwurbelte Worthülsen an die schönen Stirnen werfen, nein. Vielmehr entdecken zwei ganz normale Menschen ihre Zuneigung und kämpfen mit ebenso alltäglichen Problemen (Kredit et cetera). Aufregend ist dies keine Sekunde, unterhaltsam und herzblutend dagegen schon. Hinzu kommt wieder erfrischender Humor. Beispielsweise war der Einzelhandel bereits 1981 vom modernen, umfassenden Service-Denken geprägt, wie folgender Dialog zwischen Kunde und Verkäuferin beweist: "Entschuldigen Sie, ich möchte eine gute Rheumadecke." - "Dann suchen Sie sich eine aus!" Tana Schanzara sorgt als resolute Nachbarin ebenfalls für manches komische Highlight - etwa dann, wenn sie den Protagonisten aus ihrer Wohnung wirft, obwohl er eine riesige Kettensäge bei sich trägt. Und damals bestimmt ganz progressiv: der inflationäre Gebrauch des schlimmen Wortes "Kacke". Wie mutig!

    Letztlich sind Regisseur und Cinematographer nun reifer, wie unter anderem auch die subjektive Kamera nach 71 Minuten Laufzeit zeigt. Vereinzelte Unzulänglichkeiten (so werden den Protagonisten im Möbelladen mal eben visuell die Köpfe abgeschnitten; Urlaubsfotos lassen grüßen) stören nicht, sondern verbreiten amüsanten Charme. Insgesamt handelt es sich bei JEDE MENGE KOHLE für die beiden Kreativen um einen deutlichen Schritt nach vorn. Der Zuschauer wähnt sich auf Grund skurriler Figuren, des situativen Humors plus teils sehr lakonischer Komik sowie der gelungenen Bildsprache dagegen manchmal tatsächlich in einem Werk von Aki Kaurismäki (gerade DER MANN OHNE VERGANGENHEIT weist verblüffende Parallelen im Flair auf). Super!


    NORDKURVE (subjektive Filmwertung: 9 von 10 Punkten)
    Viele Jahre gingen ins Land, bis Adolf Winkelmann mit NORDKURVE 1992 schließlich einen dokumentarisch angehauchten Ensemblefilm drehte. Und wie es bei diesem Genre nun mal so ist, steht keine Figur im Vordergrund, sondern teilt sich eine größere Menge Protagonisten brüderlich den Bildschirm. Da kann man leicht den Überblick verlieren oder sich schlimmstenfalls verzetteln; doch Winkelmann hält souverän alle Fäden in der Hand und zieht sie meisterlich.

    Wo dabei realistische Abbildung endet und satirische Überhöhung beginnt, lässt sich nur schwer sagen. Hier wird ordentlich auf die Tempo-Tube gedrückt, um ein schieres Panoptikum schräger Typen aufzufahren. Geld, Sex, Konventionalstrafe, käufliche Liebe, Betrug, Insolvenz und natürlich Eier ohne Salz - der geneigte Zuschauer bekommt alles geboten, was ein durchschnittliches Fußballspiel erst richtig spannend macht. Mittendrin versucht eine blonde Klischee-Reporterin, die Erotik hinter dem Sport zu ergründen, was ihr teilweise durchschlagend erfolgreich gelingt ("Hier riechen Sie auch schon so etwas wie Männerschweiß!"). Dazu werden am Einlass mal eben Streitkolben Marke "Eigenbau" konfisziert, denken Polizisten über Gehirne in Mikrowellen nach oder gilt es, politische Grundsatzentscheidungen zu fällen: "Erst die Witwe, dann die Fraktion." Tja, ohne Prioritäten geht eben gar nichts.

    Nebenbei eskaliert Gewalt, wenn Fans ihr Adrenalin nicht mehr unter Kontrolle halten - Prügeleien finden schon im Bus statt, später auch auf der Straße. So mancher kriegt dann die (Nord-)Kurve nicht mehr. Alkohol fließt in Strömen, doch der Weg in die Stammkneipe muss manchmal heimlich angetreten werden, denn Big Mother is watching you und stets bereit, den trinkfreudigen Filius nach Hause zu schleifen: "Vor Frauen darf man keine Angst haben." - "Mama ist keine Frau!" Wie man sieht, hat das Ganze mit reinem Sportfilm so ziemlich nichts zu tun. Vielmehr gelingt Winkelmann (erneut) eine höchst unterhaltsame Zustandsbeschreibung, welche sogar Fußball-Verweigerern (wie beispielsweise dem Rezensenten) trotz längerer Passagen auf dem Spielfeld jede Menge Spaß bereitet. Das hat eine ganze Riege deutscher Prominenter erkannt und freudig Verträge unterzeichnet, weswegen sich unter anderem Stefan Jürgens, Renate Krössner, Piet Klocke oder Walter Kreye die Ehre geben. Ehrlich: Mit vorliegendem Schwanengesang auf die blinde Vergötterung des runden Leders, welche sich doch immer wieder wie Phoenix aus der Asche erhebt, hat Winkelmann sein persönliches Meisterwerk geschaffen.


    Deswegen decken wir über spätere Ausrutscher à la WASCHEN, SCHNEIDEN, LEGEN den Mantel gnädigen Vergessens und erfreuen uns an Turbines RUHRGEBIETSTRILOGIE: Das liebevoll und vor allem professionell aufbereitete Bild ist über sämtliche Zweifel erhaben, während der Ton zumindest gut gefällt und sein Alter ebenfalls kaum verrät. Drei Audiokommentare stillen darüber hinaus den Wissensdurst jedes Fans, und die separierten Soundtracks sind Balsam für geplagte Ohren. Alles in allem eine uneingeschränkte Empfehlung!






    © DVD-Palace Home Entertainment




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