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 3114  Review zu: 5 Days of War 20.09.2011
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Ein Review von Carlito Brigante



Action-Spezialist Renny Harlin ("Cliffhanger", "Stirb Langsam 2") inszenierte mit erstklassigen Darstellern wie Andy Garcia ("Ocean’s Thirteen", "Der Pate – Teil III") und Val Kilmer ("Heat", "Deja Vu - Wettlauf gegen die Zeit") einen packenden Kriegsfilm, der die brutale und blutige Wahrheit hinter den Schlagzeilen des Kaukasischen Fünftagekriegs aufdeckt.

Thomas Anders (Rupert Friend) ist ein junger Kriegskorrespondent, den seine inneren Dämonen auf die Schlachtfelder treiben. Nur im Chaos des Krieges findet er Ruhe und Gelassenheit. In aller Welt streift Anders mit seinem langjährigen Kameramann Sebastian (Richard Coyle) von einer Konfliktzone zur anderen. Der Reporter ist süchtig nach Kriegserlebnissen. Für die Details der Nachrichten, die er vor Ort recherchiert, interessiert er sich weniger. Als Anders und Sebastian erfahren, dass die Spannungen zwischen Georgien und Russland wegen der abtrünnigen Region Südossetien rasant ansteigen, reisen sie in die georgische Hauptstadt Tiflis. Dort schließen sie sich drei alten Kollegen an, die gerade von der sich verschärfenden diplomatischen Krise berichten, in der die georgische Regierung unter Präsident Micheil Saakaschwili (Andy Garcia) steckt.

Als der Krieg ausbricht, entgehen Anders und Sebastian knapp einem Bombardement nahe der Konfliktzone in Südossetien. Sie können die Folgen des Angriffs im Film festhalten, stellen aber zu ihrer Überraschung fest, dass die Medien sich weltweit kaum für den Krieg interessieren und lieber die Olympischen Spiele in Beijing zeigen. Anders und Sebastian wird klar, dass sie eine persönliche Geschichte erzählen müssen, um das Mitgefühl der Welt zu wecken. Sie helfen einer jungen, ortsansässigen Frau namens Tatia (Emanuelle Chriqui) dabei, ihren Vater und ihre Schwester zu suchen, die beide vermisst werden. Doch die Geschichte, der sie auf der Spur sind, wird viel persönlicher, als die Journalisten sich je hätten träumen lassen. Als Anders und Sebastian in einem Dorf festsitzen, dokumentieren sie Beweise für Kriegsverbrechen, die von freiwilligen Milizionären begangen wurden. Ihr Anführer ist ein bedrohlicher Söldner, den man nur unter dem Namen Danil kennt. Er ist mit den russischen Truppen ins Land gekommen, die unter dem Befehl des charismatischen, aber kriegsmüden Oberst Alexander Demidov stehen.

Mit Hilfe eines georgischen Hauptmanns und seinen Soldaten, die von der flüchtenden georgischen Armee getrennt wurden, gelingt Anders und Sebastian die Flucht aus der Kampfzone. In der belagerten Stadt Gori treffen sie erneut auf ihre Kollegen. Um der Welt ihr Filmmaterial präsentieren zu können, müssen die Reporter ihr Leben riskieren und kämpfen. Die unentrinnbare Zerstörungskraft des Krieges hat sie endgültig eingeholt…


Cover 5 Days of War
Cover vergrößern




Im Handel ab:26.08.2011
Anbieter: WVG Medien GmbH / Entertainment One
Originaltitel:5 Days of War
Genre(s): Action
Regie:Renny Harlin
Darsteller:Rupert Friend, Val Kilmer, Andy Garcia, Heather Graham, Emmanuelle Chriqui, Richard Coyle
FSK:16
Laufzeit:ca. 113 min
Audio:Deutsch: DTS-HD 5.1
Englisch: DTS-HD 5.1
Französisch: DTS-HD 5.1
Bildformat:High Definition
Medien-Typ:1 x Blu-ray
Regionalcode:B
Verpackung:Blu-ray Case
Untertitel: Keine Untertitel
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Interviews
  • Behind The Scenes
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Das Bild (2,35:1, 1080p) macht einen ordentlichen Eindruck, hat aber Luft nach oben. Die Schärfe ist weitgehend gut, auch wenn Totalen, im Gegensatz zu detaillierten Nahaufnahmen, oft ein wenig weich aussehen. Der Kontrast ist ausgewogen. Die Farben sind je nach Szene und Schauplatz mal kräftig und mal bewusst schwächer und wie ausgewaschen. Ab und zu macht sich in dunklen Szenen und Flächen ein leichtes Rauschen bemerkbar. Die Kompression arbeitet unauffällig.

Bewertung  8 von 10 Punkten




Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1

Die Abmischung macht ihre Sache recht ordentlich, da sie alle Boxen mit ins Geschehen einbezieht. Fast ständig hört man Musik oder natürliche Umgebungsgeräusche aus allen Boxen, aber am besten wirkt der Film in den Action- und Kriegsszenen, wenn Panzer durch die Gegend rollen, Hubschrauber und Kampfflugzeuge vorbeidonnern und Explosionen ertönen oder Schusswechsel stattfinden. Hier macht der Film besonders Spaß. Allerdings fehlt es ein klein wenig an Druck, Volumen und Dynamik, um wirklich zu beeindrucken. Hier bleibt der Ton unter seinen Möglichkeiten. Es gibt optionale deutsche, englische und französische Untertitel.

Bewertung  8 von 10 Punkten




Die Extras bestehen aus diversen Cast & Crew Interviews (ca. 28min, OmU, SD), einem Behind the Scenes-Segment (ca. 15 min, OmU, SD) mit unkommentierten Bildern von den Dreharbeiten und dem Trailer (SD).

Bewertung  3 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  8 von 10 Punkten


5 DAYS OF WAR (Georgien, USA, 2011) ist ein ärgerlicher pro-georgischer Propagandafilm, der den Georgienkrieg von 2008 durch einen stark gefärbten Filter präsentiert. Aber da Georgien den Film mitfinanziert und -produziert und mit der Armee maßgeblich unterstützt hat, konnte man kaum eine ausgewogene, neutrale Sichtweise erwarten. Der Konflikt im Kaukasus um Abchasien und Südossetien ist kompliziert und kaum dafür geeignet, um für einen simplifizierten Actionfilm herzuhalten.

Die einseitige Darstellung in diesem Film folgt weitgehend brav der georgischen Bewertung, die auch lange von den offiziellen Mainstream-Medien der westlichen Hemisphäre vertreten wurde, wider jedes besseren Wissens. Auch die deutschen Medien, inklusive (vermeintlich? ehemaliger?) seriöser öffentlich-rechtlicher Anstalten, verbreiteten diese anti-russische Propaganda. Man denke nur an das manipulierte Interview der ARD mit Putin. Mittlerweile hat eine unabhängige Untersuchungskommission der EU einen Bericht veröffentlicht, in dem die Schuld (zu Recht) mehrheitlich Georgien, aufgrund fortwährender Aggressionen und Provokationen, gegeben wurde. Ein Umstand, der wiederum nicht oder kaum in den Medien verbreitet wurde.

Was bekommt man hier also geboten? Die Bösen sind natürlich die Russen, aber hier besonders Milizen und Söldner aus Ossetien, die hier die Dreckarbeit für die Russen erledigen und dass natürlich hauptsächlich durch brutale Kriegsverbrechen an armen, friedlichen, georgischen Zivilisten. Georgiens Präsident Micheil Saakaschwili kommt hier mehr als nur gut weg, abgesehen von der Verkörperung durch Andy Garcia (eine unverdiente Aufwertung), agierte der Mann in Wirklichkeit sehr viel mehr wie ein wahnsinniger Diktator und Kriegstreiber.

Der Film selbst ist auch weniger ein realistisches Kriegsdrama, als ein konventioneller Kriegs-Actioner mit äußerst platter Geschichte, die alles andere als spannend daherkommt, zum Mitfiebern einlädt oder auch nur Mitgefühl aufkommen lässt, da alles nach ‚Schema F‘ abläuft und die vorgefertigte Botschaft mit dem Vorschlaghammer auf die Zuschauer eingehämmert wird. Das Drehbuch ist schwach, die Figuren zu klischeebehaftet, die ganze Story mehr als unglaubwürdig und dient lediglich der Geschichtsverfälschung. Dem Film fehlt es ganz einfach an differenzierten Schilderungen.

Renny Harlins tiefer Fall nimmt scheinbar kein Ende. Lieferte er früher fantastische High-Concept-Kracher wie DIE HARD 2, CLIFFHANGER und THE LONG KISS GOODNIGHT ab, ist es heutzutage nur noch Schrott wie THE COVENANT, 12 ROUNDS oder eben 5 DAYS OF WAR. Dabei sieht man aber, dass Harlin noch immer Action in Szene setzen kann. In diesen Momenten ist der Film am besten, aber leider ist der Kontext verlogen und unrealistisch.

Schade, dass sich Renny Harlin und viele Stars wie Heather Graham (FROM HELL, SCRUBS), Val Kilmer (RED PLANET, WONDERLAND), Rupert Friend (THE YOUNG VICTORIA; THE LAST LEGION), Andy Garcia (OCEAN'S ELEVEN, THE GODFATHER - PART III), Richard Coyle (COUPLING, PRINCE OF PERSIA), Antje Traue (PANDORUM, SUPERMAN: MAN OF STEEL) und weitere dafür hergaben.

5 DAYS OF WAR ist ärgerlich, weil plakativ und alles andere als subtil. Dagegen wirkt RED DAWN - DIE ROTE FLUT (1984) beinahe ausgewogen. Immerhin entschied man sich für den Titel 5 DAYS OF WAR und nicht für den ursprünglich angedachten RED AUGUST, der sicher nicht zufällig an das Werk von John Milius erinnern sollte.

Besonders traurig ist der Umstand, dass am Ende echte (? ich hoffe es zumindest, aber wem kann man nach so einem Film noch trauen?) Verwandte von georgischen Opfern zu Wort kommen und ihr Schicksal teilen, indem sie Bilder der getöteten Familienmitglieder zeigen. Ihr Leid wird hier benutzt und für einen niederen Zweck ausgeschlachtet. Ebenfalls lächerlich, anmaßend und geradezu frech ist der Umstand, dass der Film mit dem bekannten Zitat von Hiram Johnson beginnt: "Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit."

Die Blu-ray zeigt das Werk in überdurchschnittlicher Bild- und Tonqualität, die Extras allerdings sind so dünn und einseitig wie die Story des Films.






© DVD-Palace Home Entertainment




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