Ein
Review von Carlito Brigante

Lt. Brian Murphy ist Amerikaner und als Söldner in Afrika gestrandet. Er hat einen Flugzeugabsturz überlebt, nur um sich inmitten eines Landes wiederzufinden, das von Zombies überrannt wird. Oberstes Ziel des Amerikaners ist, das Land so schnell wie möglich zu verlassen. Doch das kann ihm nur mit Hilfe des desertierten Soldaten Daniel Dembele gelingen. Aber damit dieser ihm hilft, muss Murphy dem Afrikaner bei der Suche nach seinem verschwundenen Sohn beistehen - während das Sterben inmitten der Zombie-Horden immer mehr um sich greift…
|

|

| Im Handel ab: | 07.10.2011 |
| Anbieter: |
Intergroove Media GmbH
/ Savoy Film
|
| Originaltitel: | The Dead |
| Genre(s): |
Horror
|
| Regie: | Howard J. Ford, Jonathan Ford |
| Darsteller: | Rob Freeman, Prince David Oseia, David Dontoh, Glenn Salvage, Dan Morgan, Benjamin James Elliot, Mark Chapman, Amir Moallemi, Julia Scott-Russell, Mark Loberg, Kwesi Asmah, Nelson E. Ward |
| FSK: | 18 |
| Laufzeit: | ca. 100 min |
| Audio: | Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch: Dolby Digital 2.0 Stereo
|
| Bildformat: | High Definition (1.85:1) - 1080p
|
| Medien-Typ: | 2 x Blu-ray
|
| Regionalcode: | B |
| Verpackung: | Blu-ray Case
|
| Untertitel: |
Keine Untertitel
|
| Extras/Ausstattung: |
- Kinotrailer
- Trailer von anderen Filmen
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Making Of
- Interviews
- Wendecover
|
| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
|
|
|

Der Film liegt in seinem Originalformat von 1,78:1 (1080p) vor. Die Bildqualität schwankt und das zum Teil erheblich. Tagesszenen sehen in aller Regel recht ordentlich aus. Sie haben eine gute Schärfe und bieten diverse Details, doch über eine bestimmte Stufe kommt die Qualität nicht hinaus. Insgesamt wirken doch viele Bilder noch zu weich. Nachtszenen sind dagegen das Problem des Filmes, wenn es um die Qualität geht. Als erstes fällt das zum Teil sehr starke Bildrauschen auf, welches wie ein dicker Schleier über dem Film liegt. Auch in Tageszenen ist ein leichtes Rauschen zu erkennen, doch in den Nachtszenen ist es eben um ein Vielfaches deutlicher. Der Kontrast ist schon weitgehend in Ordnung, sorgt aber auch für das Verschlucken von Details in dunklen Szenen und Flächen. Die Farben sind kräftig und strahlen in der Regel in warmen Tönen. Die Kompression fällt immer wieder auf durch Unruhen und Blockbildungen in wechselhafter Intensität.
6 von 10 Punkten

Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Beide Versionen sind jederzeit klar, sauber und verständlich. Da der Film nicht nur sehr ruhig, sondern auch insgesamt recht wortkarg daherkommt, verwundert es nicht, dass der Sound entsprechend frontlastig und wenig beeindruckend ausfällt. Selbst die Musik kommt aus den hinteren Lautsprechern nur leise und verhalten, weshalb auch sie nicht wirklich zu einem räumlichen Klang beitragen kann. Volumen und Dynamik sind nur ansatzweise vorhanden, sodass der Ton wohl unter seinen Möglichkeiten bleibt.
Es gibt optionale deutsche Untertitel, aber es gibt auch fest eingebrannte englische Untertitel für einige wenige Dialogszenen in einem afrikanischen Dialekt.
7 von 10 Punkten

Die Blu-ray Limited Edition besteht aus zwei Scheiben, wobei die zweite Disc mit dem Bonusmaterial "nur" eine DVD ist und diese mit der aus der Limited DVD-Edition auch identisch ist.
Disc 1: Nur ein englischer Trailer ist vorhanden.
Disc 2: Die Bonusdisc enthält dagegen ein längeres Making of (ca. 60 min), welches Bilder von den Dreharbeiten, Statements der Beteiligten und Ausschnitte aus einem Videotagebuch des Regisseurs Howard J. Ford enthält, eine Bildergalerie (ca. 2 min), vier Interviews (ca. 19 min) mit den Regisseuren und ihren beiden Hauptdarstellern sowie zwei Bonusfilme: 1) REVOLT OF THE ZOMBIES (ca. 60 min, R.: Victor Halperin, OmU), ein früher S/W-Zombiefilm aus dem Jahre 1936; 2) ZOMBIE - DAS TOR ZUR HÖLLE (ca. 3 min), welcher allerdings nur ein unvollendeter und damit nur als Fragment vorliegender deutscher Super 8-Amateurstreifen ist.
Das Making of und die Interviews liegen nur in SD-Qualität und in Englisch mit optionalen Untertiteln vor.
5 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 6 von 10 Punkten
THE DEAD (UK, 2010) ist ein ungewöhnlicher, aber nichtsdestotrotz interessanter Zombie-Film, der allein aufgrund seines ungewöhnlichen Settings aus der Masse herausragt, da er komplett in Burkina Faso und Ghana gedreht wurde.
So entstand ein Abenteuer-Zombie-Film in hellem Sonnenlicht und weniger der übliche Horror in dunkler Nacht. Sonst hielt man sich aber - zum Glück - weitgehend an Genrekonventionen und lieferte einen Zombie-Film im Retro-Stil ab, inklusive langsamer Zombies. Es gibt keinen aufgesetzten Humor, nichts trendiges, keine hippen Ideen, keinen visuellen Overkill und keine schnellen, hektischen Schnitte. Dafür aber ausgesprochen schöne Bilder, eine ernste Story mit düsterer Stimmung und apokalyptischer Atmosphäre.
Der Inhalt bietet zwar nur einen simplen Minimalplot, Roadmovie meets Zombie-Apokalypse, aber dafür ein beklemmendes Szenario. Es herrscht eine omnipräsente Gefahr, denn die Zombies sind nicht wegen ihres Tempos gefährlich, sondern aufgrund ihrer Masse. Sie sind ständig und überall da und das in großen Massen. Es gibt keine sicheren Plätze mehr.
Der Film ist kein Over the Top-Gekröse-Festival, sondern enthält nur wohldosierte Gewaltspitzen. Die Effekte sind dabei eine Mischung aus echten Handmade-Latex-Blut-Effekten und CGI, was zum Großteil ganz gut funktioniert. Auch darüber hinaus wurde der Film Handwerklich gut gemacht: er wurde toll fotografiert, bietet einen schönen Score und die Darsteller sind besser als in vielen anderen Low Budget-Flicks.
Wenn es Negatives zu berichten gibt, dann dass die Logik zuweilen strapaziert wird, dass die beiden Hauptdarsteller etwas unterfordert werden, da es wenig Interaktion zwischen beiden gibt, dass die Konflikte immer von außen kommen und in Gefahr geraten, redundant zu werden und dass der Film vielleicht ein wenig zu lang geriet, da gerade der durchhängende Mittelteil eine kleine Straffung vertragen hätte.
THE DEAD bietet inhaltlich nicht viel Neues an der Front, sieht man mal vom gelungenen Locationwechsel nach Afrika ab, ist aber trotzdem eine gute Ergänzung zum Genre und fällt somit angenehmer aus, als so manch anderer, neuzeitlicher Vertreter. Romero und Fulci hätten bestimmt ihre helle Freude daran.
|