Ein
Review von Matthias Schmieder

Nordeuropa vor zweitausend Jahren. Sieg oder Tod heißt die Alternative für Thorsson, dem legendären König der Wikinger, als wütende Barbaren ins Land einfallen und die Existenz des gesamten Volkes bedrohen. Jedoch seine Söhne sind erbitterte Feinde und haben das Volk gespalten. Boar ist seinem Vater treu geblieben und soll neuer König werden, doch sein Bruder Barek wandte sich der schwarzen Magie zu.
Mit einer List gelingt es Thorsson die Streithähne in ein Boot zu holen, doch der Preis dafür ist hoch. Zu Odin-Kriegern - Berserkern - verdammt, entspannt sich der Kampf der verfeindeten Brüder über die Jahrhunderte, um schließlich in der modernen Gegenwart seine Entscheidung zu finden...
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| Im Handel ab: | 08.07.2004 |
| Anbieter: |
MC-One
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| Originaltitel: | Berserker |
| Genre(s): |
Fantasy
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| Regie: | Paul Matthews |
| Darsteller: | David Dukas, Nick Boraine, Paul Johansson, Craig Sheffer, Kari Wuhrer |
| FSK: | Keine Jugendfreigabe |
| Laufzeit: | ca. 85 min |
| Audio: | Deutsch: Dolby Digital 5.1
Deutsch: headphone-surround
Englisch: Dolby Digital 5.1
Englisch: headphone-surround |
| Bildformat: | 16:9 (1.85:1) anamorph |
| Medien-Typ: | 1 x DVD-9
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| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | Amaray Case
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| Untertitel: |
Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Englisch,
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| Extras/Ausstattung: |
- Kinotrailer
- Trailer von anderen Filmen
- Biographien Crew
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
- "Wer waren die Berserker?"
- Bildergalerie
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Ausgesprochen überzeugend zaubert die DVD dieser B-Produktion ihr Bild auf die heimische Leinwand oder Bildschirm. Der anamorphe 1,85:1 Transfer zeigt schon in den ersten Minuten, dass er gut mit kritischem Bildmaterial umgehen kann. So sind auch bei den vielen nebligen Szenen keinerlei „Ausfranzungen“ der Kanten oder sonstige Unruhen im Bild zu erkennen. Die Schärfe kann hierbei auch punkten, wenn auch der Kontrast szenenweise etwas zu schwach geriet. Sehr überzeugend boten sich die Farben dar, die in einer sehr dunklen aber kräftigen Farbbalance gehalten sind und somit das düstere Ambiente noch zusätzlich untermalen.
Doch leider zeigten sich auch einige Probleme, so sind vor allem Kameraschwenks kritisch, da hier das Bild deutlich an Plastizität verliert und oft Nachzieheffekte nach sich zieht. Auch sind einige Stellen des Filmes sehr anfällig gegenüber Rauschmustern, die sich vor allem auf großen einfarbigen Flächen bemerkbar machen. Insgesamt jedoch liefert Mc-One einen tollen Transfer ab, der sich nicht vor aktuellen „High-Budget-Produktionen“ zu verstecken braucht.
8 von 10 Punkten

Der Ton liegt auf Englisch und Deutsch in Dolby Digital 5.1 vor. Hierbei gleichen sich die beiden Tonspuren nahezu in ihrer Qualität. Sprache und Dialoge sind gut über den Centerspeaker wahrnehmbar. Auch werden immer wieder Klänge von den Rearspeakern wiedergegeben. Leider schafft es keine der beiden Tonspuren, einen richtigen Raumklang zu erzeugen, dazu reichen die wenigen direktionalen Effekte und der zu leise abgemischte Soundtrack nicht aus. Dynamisch bieten beide Tonspuren keine Offenbarung, so klingen sie auch im Schlachtgetümmel eher verhalten ohne den AV-Verstärker richtig zu fordern. Insgesamt ist der Ton nicht schlecht gelungen, kann sich aber nicht aus der breiten Masse abheben und bleibt somit „Einheitsbrei“.
7 von 10 Punkten

Auch bei der Ausstattung war man eher zurückhaltend, denn außer den nett animierten Menüs bietet die DVD nicht gerade viel. So kommen vor allem die Extras ziemlich kurz. Unter dem entsprechenden Menüpunkt findet man eine „Fotogalerie“ mit einigen wenigen Fotos vom Dreh, sowie Biographien der Darsteller, Craig Sheffer, Kari Wuhrer, Patrick Bergin und David Dukas, in Form von Texttafeln. Bei der Produktion dieser DVD ging man wohl davon aus, dass der Zuschauer gerne liest, deshalb findet man unter dem Punkt „Wer waren die Berserken“ eine recht ausführliche Doku über die geschichtlichen Aspekte die dem Film als Inspiration dienten, wiederum in literarischer Form. Als einzige audiovisuelle Darbietung werden der Trailer zum Film in Englisch und Deutsch, sowie eine weitere Trailer-Featurette mit einigen aktuellen Titeln, geboten.
4 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 6 von 10 Punkten
Rein technisch gesehen, bietet diese DVD eine wirklich solide Qualität, denn sowohl Bild als auch Ton können in vielen Belangen überzeugen. Inhaltlich ist die DVD allerdings eine Katastrophe. „Berserker – Krieger der Hölle“ beginnt zunächst recht interessant und deutet auf einen soliden Wikingerfilm hin. Man wird in den Handlungsstrang eingeführt und mit einigen Mythen vertraut gemacht. Leider wirkt schon hier die Story über weite Strecken so konfus, dass es schwierig ist, den Faden nicht zu verlieren. Würde der Film sich in diesem Muster weiterbewegen, hätte er gute Chancen gehabt sehr unterhaltsam zu sein, doch nach ca. 30 Minuten folgt ein Zeitsprung aus der „Wikinger-Welt“ in die „Realzeit“.
Zu diesem Zeitpunkt scheint Regisseur Paul Matthews wohl nicht ganz zurechnungsfähig gewesen zu sein. Nicht nur, dass der Plot durch den ungekonnten Schnitt stark an Spannung verliert, auch die gesamte bisher installierte Bildkomposition wird über den Haufen geworfen. Wie ein kleines Kind, das gerade die „Bildverfremdungs-Effekte“ seiner Kamera entdeckt hat, spielt Matthews bei etlichen Rückblenden, mit diesen. Niemals benutzt er den gleichen Effekt, immer wieder wird das Bild auf eine andere Art billig und plump verändert.
Auffallend sind auch die vielen Parallelen die sich zu Genrekollegen „Highlander II“ herstellen lassen. So mutet die ganze Storyline einer schlechten Kopie, der schon schlechten Fortsetzung des Klassikers an. Sehr störend sind auch die schlecht choreographierten Kampfszenen und die miserablen digitalen Effekte wie z.B. eine Feuerwand, oder die glühenden Augen der Wallküren. Nahtlos knüpfen die schauspielerischen Leistungen an diese Misere an, so gibt es keinerlei Mimik, in den zumeist auch noch von schlecht angeklebten Bärten verdeckten Gesichtern. Ein Vergleich der individuellen Leistungen mit Darstellern auf „Daily-Soap“ Niveau, liegt auf jeden Fall sehr nahe.
Insgesamt ist „Berserker“ ein Film, der sich die ersten 25 Minuten ganz gut zu schlagen weiß, dann aber zum absoluten Trash abdriftet. Anspruchslose Seelen könnten vielleicht noch an den wenigen schlecht choreographierten Kampfszenen gefallen finden, in denen auch der ein oder andere Kopf rollt. Alle anderen sollten sich lieber Genrekollegen wie „Der 13. Krieger“ oder „Highlander“ anschauen.
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