Ein
Review von Matthias Schmieder

Nur alle 15 Jahre dockt der Raumgleiter "Flying Dutchman" zur Entladung an die gigantische All-Frachtstation "Midnight Bazooka" an. Doch eine Terrorgruppe übernimmt die Station und zerstört brachial die Wiedersehensfreude. Offenbar trägt die "Flying Dutchman" eine besondere Fracht mit sich, auf die es die Terroristen abgesehen haben...
Auf dem sogenannten "Fünften Planeten" arbeiten die Wissenschaftler Ion und Arina für die jeweils verfeindeten Weltkriegsparteien der Erde. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als sich Vertreter der Kriegskontrahenten zu Verhandlungen auf dem Planeten einfinden, kommt es zu einem folgenschweren Unfall. Ion infiziert sich mit einem unbekannten Parasiten... |

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| Im Handel ab: | 28.05.2010 |
| Anbieter: |
WVG Medien GmbH
/ Splendid Entertainment
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| Genre(s): |
Anime
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| Regie: | Fumihiko Sori |
| FSK: | 12 |
| Laufzeit: | ca. 84 min |
| Audio: | Deutsch: DTS-HD 5.1
Japanisch: DTS-HD 5.1
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| Bildformat: | High Definition (1.78:1) - 1080p
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| Medien-Typ: | 1 x Blu-ray
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| Regionalcode: | B |
| Verpackung: | Blu-ray Case
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| Untertitel: |
Deutsch,
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| Extras/Ausstattung: |
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
- Interviews
- 3 x Trailer
- 2 x TV Spot
- div. Teaser
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Die Blu-ray Disk aus dem Hause Splendid Entertainment präsentiert das CGI-Werk in einer beeindruckenden Qualität in Form eines 1080p-Transfers mit einem Seitenverhältnis von 1.78:1. Der komplett am Computer animierte Film bietet eine tolle Schärfe und meist sehr kräftige Farben. Ab und an wurde mit einem leichten Blur-Effekt gearbeitet, der vor allem in hellen Filmsequenzen zum Einsatz kommt. Diese Szenen wirken etwas weicher und verwaschener als der Rest, dennoch bleibt die Detaildarstellung auf dem Niveau besserer Disney-Pixar Werke wie etwa CARS (USA, 2006). Leicht störend ist hingegen der etwas maßlose Umgang mit der Kontrast-Schraube, was immer wieder zu deutlichem Überstrahlen führt und manchmal die wunderbar animierten Szenen nachhaltig trübt. Kompressionsartefakte oder gar Ruckeln, wie man es bei DVD-Veröffentlichungen von asiatischen CGI-Werken immer wieder beobachten konnte, gibt es hier nicht zu verzeichnen.
9 von 10 Punkten

Der Sound liegt sowohl im japanischen Original als auch in der deutschen Synchronisation in Form einer DTS-HD 5.1-Tonspur auf der Disk vor. Qualitativ sind die beiden Tracks nicht voneinander zu unterscheiden, da Effekte und Soundtrack absolut identisch klingen. Die Dialoge des japanischen Originals sind etwas mitreißender und nicht so freudlos eingesprochen wie die manchmal etwas unpassend wirkende Synchronisation. Der Sound ist insgesamt als gelungen zu bezeichnen, Bässe, Surround-Effekte und Dialoge sorgen für ein meist weiträumiges Klangfeld, das nur selten in sich zusammenfällt. Lediglich auf Seiten der Dynamik hätte man sich etwas mehr Punch wünschen können, gerade in den actionreicheren Sequenzen, wenn Explosionen und Kollisionen prädestiniert für wuchtigen Sound gewesen wären.
7 von 10 Punkten

Die Disk startet mit drei nicht überspringbaren Trailern, die sich auch später über das Menü nochmals separat anwählen lassen. Ansonsten findet man noch zu jeder der beiden Episoden des Zweiteilers ein Interview. Diese sind jedoch sehr langatmig und äußerst langweilig – ein Making-of hätte hier sicherlich besser gepasst, zumal man über die technischen Hintergründe der Entstehung quasi nichts erfährt.
2 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 7 von 10 Punkten
TO: A SPACE FANTASY (Japan, 2009) ist ein visueller Hochgenuss in Cell-Optik mit den herkömmlichen Problemen, die meist mit dieser Art von Filmen einhergeht. Zunächst ist das CGI-Werk mit seinen 84 Minuten Laufzeit kein echter Spielfilm, sondern ein episodischer Zweiteiler, dessen beiden Teile inhaltlich jedoch nichts miteinander gemein haben. Sicherlich war ich nicht der einzige Zuschauer, der sich gewundert hat, warum das Tempo nach den ersten Minuten schon so hoch angesetzt wurde und die Geschichte unweigerlich nach nicht einmal dreißig Minuten auf das Finale zu trieb. Erst während des Abspanns der offensichtlich ersten Episode und einem kontrollierenden Blick auf die Restlaufzeit war klar, dass es sich hier um einen Zweiteiler handeln muss.
Während die erste Episode sehr schnell zur Sache geht, aber inhaltlich etwas platt daher kommt, ist die zweite Episode ernsthafter und mit deutlich mehr Liebe zum (erzählerischen) Detail in Szene gesetzt. Von Innovation kann man zwar noch immer nicht reden, dennoch ist die etwas längere zweite Episode deutlich sehenswerter als der erste Part.
Beim Betrachten aktueller aber auch etwas älterer CGI-Animationsfilme fällt immer wieder das gleiche Phänomen auf – noch immer sind es Mimik und Gefühlsregungen in den Gesichtern der Protagonisten, die den Aufbau einer tieferen Verbindung zwischen Zuschauer und Figur verhindern. Selbst High-Budget-Produktionen wie etwa APPLESEED (Japan, 2004), welcher nun zugegebenermaßen auch schon wieder einige Jahre auf dem Buckel hat, können hier in Sachen glaubhaft dargestellter Gefühlsregungen keine Akzente setzen. So ist festzuhalten, dass es auch im Jahr 2009 selbst mit der ausgefeiltesten Technik noch keine Trivialität war glaubwürdige Gefühle auf die Polygone von animierten Mienen zu bannen.
TO: A SPACE FANTASY ist leichte Unterhaltungskost mit tollen Schauwerten aber deutlichen inhaltlichen Schwächen. Für Fans japanischer Animationskunst auf jeden Fall einen Blick wert, andere sollten sich vielleicht lieber an die Klassiker halten.
Ist der inhaltliche Wert des Zweiteilers eher zweifelhaft, so ist zumindest die technische Qualität mehr als zufriedenstellend. Die Bildqualität ist bis auf den störenden, aber wohl absichtlich eingesetzten Blur-Effekt hervorragend gelungen und auch der Sound kann sich hören lassen. Bei den Extras muss man leider Abstriche machen.
Subjektive Filmwertung: 4.5 visuell ansprechende, inhaltlich schwache japanische Animationswerke
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