Ein
Review von Danny Walch

Ein geheimnisvoller Fremder namens "Nebraska Jim" bietet dem Rancher Hillman seine Hilfe an. Die hat dieser auch dringend nötig, denn ein skrupelloser Pistolero tyrannisiert mit seiner Bande die Gegend und hat es sowohl auf die Farm von Hillman als auch auf und dessen Frau abgesehen. |

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| Im Handel ab: | 04.12.2009 |
| Anbieter: |
Koch Media GmbH
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| Originaltitel: | Ringo del Nebraska |
| Genre(s): |
Klassiker
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| Regie: | Mario Bava |
| Darsteller: | Ken Clark, Yvonne Basien, Piero Lulli |
| FSK: | 16 |
| Laufzeit: | ca. 81 min |
| Audio: | Deutsch: Dolby Digital 2.0
Italienisch: Dolby Digital 2.0
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| Bildformat: | 16:9 (2.35:1) anamorph
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| Medien-Typ: | 1 x DVD-9
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| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | Amaray Case
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| Untertitel: |
Deutsch,
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| Extras/Ausstattung: |
- Kinotrailer
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
- Exklusiv produziertes Featurette
- Bildergalerie mit seltenem Werbematerial
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Der anamorphe Transfer von NEBRASKA JIM besitzt das originale Bildformat von 2,35:1. Die Bildqualität fällt für einen Italo-Western aus dem Jahr 1966 ganz ordentlich aus. Die Schärfe könnte sicherlich noch besser sein, wirkt sie doch vor allem in der Feinzeichnung etwas weich. Konturen sind gut definiert, aber sichtbar überschärft. Ein Rauschfilter hat die Kornstruktur zerstört und weichgezeichnet, das Restrauschen erscheint eher unerheblich. Die Kompression hat damit keine Probleme und bildet nur selten leichte Artefakte auf Hintergründen. Positiv fallen die sehr ordentlich gesättigten Farben auf, welche auch eine hohe Natürlichkeit aufweisen. Der Kontrastumfang wirkt in dunklen Szenen leicht sumpfig und verschluckt kleinere Details des Geschehens, kann aber in hellen Szenen durch eine ausgewogene Balance mit überzeugendem Schwarzwert punkten. Schmutz sowie analoge Defekte auf dem Ausgangmaterial sind erfreulich selten und blitzen nur sporadisch auf.
6 von 10 Punkten

In Sachen Sound werden die deutsche sowie italienische Tonspur in Dolby Digital 2.0 (Mono) geboten. Die Soundqualität ist durchaus gut, da es nur wenige Verzerrungen bei der Hochtonwiedergabe gibt und der Ton ziemlich klar und satt für einen über 40 Jahre alten Italo-Western wiedergegeben wird. Effekte und Tiefenbass gibt es naturgemäß nicht, allerdings sind auch kaum Störgeräusche oder Hintergrundrauschen zu hören. Die Stimmen sind in beiden Sprachfassungen stets problemlos zu verstehen, wenngleich sie leicht blechern wirken. Die Synchronisation hat immerhin einige bekannte Synchronsprecher wie die deutsche Stimme von Sean Connery zu bieten, was ihr eine gehobene Qualität verleiht. Die allgemeine Klangqualität bietet sicherlich keinen besonders dynamischen Sound, kann aber Mitten und Höhen angenehm auflösen ohne eine besondere Dynamik zu erreichen.
5 von 10 Punkten

Untertitel sind in Deutsch und Englisch vorhanden, wobei letztere erneut weder im Menü noch auf dem Cover aufgeführt sind. Das Bonusmaterial beginnt mit der 21 Minuten langen Featurette "Nebraska Howard", in welcher Darsteller Howard Ross über die Entstehung von Nebraska Jim, aber auch seinen Werdegang sowie seine Karriere erzählt. Es folgen der deutsche Trailer sowie eine Bildergalerie. Ebenfalls wieder vorhanden sind lesenswerte Produktionsnotizen, die auf der Innenseite des Slim-Digipaks aufgedruckt sind.
3 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 5 von 10 Punkten
NEBRASKA JIM ist ein Italo-Western aus dem Jahr 1966. Regie führte Antonio Román - allerdings nur für kurze Zeit, denn er arbeitete so langsam, dass er von Produzent Fulvio Lucisano kurzerhand gefeuert wurde. Als Ersatz stellte der damals noch am Anfang seiner Karriere stehende Meisterregisseur Mario Bava (DIE TOTEN AUGEN DES DR. DRACULA) den Film fertig. Die Handlung dreht sich um den Revolverhelden Nebraska Jim (Ken Clark, JACK CLIFTON JAGT WOSTOW 3), der auf die Farm von Marthy Hillman kommt, welcher akuten Arbeitermangel hat, da der lokale Ganove Bill Carter die Rancher terrorisiert und mit Marthy und seiner Frau Kay noch ein persönliches Hühnchen zu rupfen hat. Nebraska beschließt auf der Farm zu bleiben und den beiden zu helfen, sich gegen Carson zu wehren...
Der Film entstand eher am Anfang der Italo-Western-Welle und besitzt noch deutliche Anleihen vom US-Western. Der von Sergio Leone geprägte Stil des schmutzigen, harten Westens mit weniger heldenhaften, sondern eher eigensinnigen Charakteren griff zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Entsprechend könnten Gernrefans hier auch etwas enttäuscht werden, da der Film doch eher auf die klassischen Tugenden und Heldenfiguren setzt. Nebraska Jim ist in der Story eher ein Außenseiter und nicht unbedingt ein mittelbar Beteiligter. Seine Motivation Marthy Hillman zu helfen, wird allerdings nirgends erklärt und so wirkt die Figur stets unterentwickelt und nicht selten wie ein Fremdkörper. Die Action ist wohl dosiert, allerdings nicht besonders zahlreich. Die handwerkliche Umsetzung fällt ebenfalls eher unspektakulär aus. Die visuelle Handschrift, welche Mario Bava bekannt machte, ist hier noch nicht zu erkennen. Die Leistungen der Darsteller sind bemüht und sicherlich nicht schlecht, allerdings auch nichts besonders Spektakuläres. Insgesamt hat man es bei NEBRASKA JIM mit einem eher durchschnittlichen Italo-Western zu tun, der wahrscheinlich eher beinharten Genrefans gefallen wird. Eine Genreperle ist der Film sicherlich nicht.
Die DVD von Koch Media zeigt das Bava-Werk in ordentlicher Bild- und Tonqualität. Das Bonusmaterial ist wie von Koch Media gewohnt gut recherchiert und informativ.
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