Ein
Review von Carlito Brigante

Morty Fineman, B-Movie-Regisseur in bester Ed-Wood-Tradition, ist mal wieder pleite. Um sein Lebenswerk zu retten, macht er vor nichts Halt: Erst lässt er sich bei einem Pornofilmfestival ehren um sich dann die Rechte an einer Serienkillerbiografie zu sichern – mit der Verpflichtung, den Stoff als Musical umzusetzen! |

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| Im Handel ab: | 23.10.2009 |
| Anbieter: |
Indigo
/ Epix Media AG
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| Originaltitel: | The Independent |
| Genre(s): |
Komödie
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| Regie: | Stephen Kessler |
| Darsteller: | Jerry Stiller, Janeane Garofalo, Max Perlich, Ginger Lynn Allen, Billy Burke, Andy Dick, Fred Dryer, Ethan Embry, John Lydon, Anne Meara, Ben Stiller, Fred Williamson, Karen Black, Peter Bogdanovich, Nick Cassavetes, Roger Corman, Ted Demme, Ron Howard |
| FSK: | 12 |
| Laufzeit: | ca. 93 min |
| Audio: | Deutsch: Dolby Digital 2.0
Englisch: Dolby Digital 2.0
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| Bildformat: | 16:9 anamorph
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| Medien-Typ: | 1 x DVD-9
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| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | Amaray Case
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| Untertitel: |
Deutsch,
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| Extras/Ausstattung: |
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
- Ted Demme
- Ebony / Fawn und Jade
- Original Mr. Witz & Maria Ford
- Party Szene
- Katz Szene
- Mortys Testament
- Making Of des Titelsongs
- Biografie Jerry Stiller
- Wendecover
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Aufgrund der Machart des Filmes ist mit schwankender Bildqualität zu rechnen. Die Videoaufnahmen des „Doku-Teils“ haben eine schlechtere Qualität aufgrund mangelnder Schärfe und steilem Kontrast. Die Fake-Trailer sind bewusst auf alt und zerkratzt getrimmt worden und bieten eine entsprechende Qualität, die hier aber nicht mit einfließt. Bleiben die echten Spielfilmszenen: Hier ist die Schärfe meistens gut, hat aber Schwächen in den Details, sieht also ein bisschen zu weich aus. Der Kontrast ist ein bisschen zu steil und neigt zu Überstrahlungen, die Farben sind kräftig und in Ordnung. Die Kompression fällt aber durch Unruhen und Blockbildung auf. Dazu gibt es zahllose analoge Defekte wie Dropouts.
6 von 10 Punkten

Die beiden Tonspuren sind in DD 2.0 vorhanden. Die deutsche Synchronisation wartet mit der bekannten Stimme von Jerry Stiller aus KING OF QUEENS auf. Die Tonspur selbst ist sonst klar und verständlich. Sie ist lauter als die OF, klingt aber wie so oft auch steriler und unnatürlicher. Die OF kommt wie erwähnt leiser daher, punktet aber durch ihren natürlichen Klang. Unsauberkeiten oder Fehler gibt es bei beiden nicht. Es gibt keine Untertitel.
7 von 10 Punkten

Die Extras bestehen zu einem Großteil aus nicht verwendeten Szenen, insgesamt sechs (ges. ca. 8 min), einem Making of des Titelsongs (ca. 5 min) und einer Biografie von Jerry Stiller in Form von Texttafeln.
3 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 7 von 10 Punkten
THE INDEPENDENT (Originaltitel; USA; 2002) ist eine Mischung aus eigenständigem Spielfilm und eingestreuter Mockumentary, also einer fiktiven Dokumentation, die einem ständig Authentizität vorgaukelt. Regisseur Stephen Kessler inszenierte diese anfangs ideenreiche Satire mit Jerry Stiller (dem Vater von Ben Stiller und bekannt aus KING OF QUEENS oder SEINFELD) in der Hauptrolle des KING OF B-MOVIES (dt. Titel) Morty Fineman. Dem Mann, der immerhin römische Ziffern für Fortsetzungen erfand bzw. als erster einsetzte, z.B. für den Film WORLD WAR III II. (!!!)
Für den „Doku-Teil“ konnten namhafte Vertreter der Filmbranche gewonnen werden, die sich über ihren „Kollegen“ äußern. Da sind die Regisseure Roger Corman, Ron Howard, Peter Bogdanovich und Ted Demme oder Schauspieler wie Fred Williamson und Karen Black. Ergänzt werden die Kommentare von (echten) Filmwissenschaftlern und Soziologen.
Die Grundidee ist also soweit gut und auch weitgehend ganz amüsant, aber am Ende scheitert das Werk, weil die Idee nicht den ganzen Film trägt. Ihm geht gegen Ende leider die Puste aus und der Witz lässt nach. So bleibt eine nur bedingt gelungene Hommage an die vielen B-Movie-Filmer. THE INDEPENDENT ist auf Dauer zu harmlos und die Gags wollen nicht immer zünden. Das Beste sind natürlich die zahlreichen Filmzitate und Anspielungen oder die vielen Filmausschnitte aus den Werken von Morty Fineman, allesamt grandiose Fake-Trailer, die auf alt getrimmt wurden.
THE INDEPENDENT ist eine liebenswerte Huldigung an den Trash. In jeder Hinsicht sympathisch, aber dennoch nicht wirklich gelungen. Es gibt einfach nicht genug Gags und das Script wird gegen Ende zu lahm, weil man andere Akzente setzen wollte.
ANMERKUNG: Im Abspann werden alle fiktiven Filme Morty Finemans chronologisch aufgeführt. Und allein die Titel sind das Lesen wert.
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