Ein
Review von Carlito Brigante

Paris im Jahr 2016: Ein Isolationswall umzäunt die berüchtigten, von Gangs beherrschten Ghettos der Vorstadtbezirke.
Um eine Lösung der Probleme mit den Gangs herbeizuführen, inszeniert die Sondereinsatz-Behörde DISS ein Attentat auf Pariser Streifenpolizisten. Dabei lassen sie es so aussehen, als hätten die Gangs die Beamten auf dem Gewissen, um die Regierung davon zu überzeugen, dass es nur eine Lösung geben kann: Die Vernichtung des gesamten Bezirkes.
Doch DISS hat die Rechnung ohne den Polizisten Damien und seinen Freund Leito gemacht, die bereits eine Verschwörung ahnen und mit allen Mitteln versuchen, das Schlimmste zu verhindern. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit… |

|

| Im Handel ab: | 06.11.2009 |
| Anbieter: |
Universum Film
/ UFA home entertainment
|
| Originaltitel: | Banlieue 13 - Ultimatum |
| Genre(s): |
Action
Komödie
Science Fiction
|
| Regie: | Patrick Alessandrin |
| Darsteller: | Cyril Raffaelli, David Belle, Philippe Torreton, Daniel Duval , Mac Jean Gab, La Fouine, James Deano |
| FSK: | 16 |
| Laufzeit: | ca. 94 min |
| Audio: | Deutsch: Dolby Digital 5.1
Französisch: Dolby Digital 5.1
|
| Bildformat: | 16:9 (2.35:1) anamorph
|
| Medien-Typ: | 1 x DVD-9
|
| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | Amaray Case
|
| Untertitel: |
Deutsch,
|
| Extras/Ausstattung: |
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Making Of
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
- Interviews
- Die Kämpfe
- Parkouring
- B-Roll
|
| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
|
|
|

Die Schärfe ist sehr gut, die Detaildarstellung ausgezeichnet. Da das Bild nachbearbeitet wurde, sind Elemente wie Kontrast oder Farbwiedergabe nicht natürlich, sondern einem Stilwillen unterworfen. Die Farben sind überbetont und damit sehr kräftig ausgefallen. Der Kontrast ist ausgewogen, wenn auch vielleicht einen Tick zu steil. Es gibt ein nur dezentes Bildrauschen, aber dafür leichte Unruhen durch die verbesserungsfähige Kompression.
9 von 10 Punkten

Beide Tonspuren liegen in Dolby Digital 5.1 vor. Die deutsche Synchronfassung ist sauber, klar und verständlich. Die Abmischung ist zwar manchmal ein wenig frontlastig, aber in den Actionszenen beweist die Tonspur ihre Stärken. Hier werden alle Boxen in das Geschehen mit einbezogen. Der Sound ist hier nicht nur kraftvoll und dynamisch, sondern bietet auch eine gute räumliche Kulisse. Die französische Originalversion ist von der Abmischung her praktisch gleich, klingt aber insgesamt natürlicher und nicht so steril wie die Synchro. Sie bleibt die bessere Alternative. Es gibt optionale deutsche Untertitel.
9 von 10 Punkten

Die Extras bestehen aus einem Making of (ca. 27 min), Deleted und Extended Scenes (ca. 10 min), einem Produktionstagebuch (ca. 35 min), dem Musikvideo "Déterminé" von Alonzo (ca. 4 min) und dem obligatorischen Trailer.
5 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 9 von 10 Punkten
BANLIEUE 13 (Originaltitel, Frankreich, 2004) war seinerzeit ein überraschend gutes und unterhaltsames Quasi-Remake oder zumindest ein Story-Klon von ESCPAE FROM NEW YORK (Die Klapperschlange), das wunderbar zu unterhalten verstand. Der Regisseur des ersten Teils, Pierre Morel (TAKEN – 96 HOURS und FROM PARIS WITH LOVE) hat dieses Mal den Regiestuhl an Patrick Alessandrin weitergereicht, was je nach Blickwinkel insgesamt keine so gute Idee war.
Auch das Sequel BANLIEUE 13 – ULTIMATUM (2009) ist wieder schnell, laut und bunt zusammengewürfelt worden. Leider geriet der zweite Teil nicht ganz so gut wie der erste, der damals wirklich aus dem Nichts kam und positiv überraschte. Ähnlich wie bei THE TRANSPORTER und seinem Sequel TRANSPORTER 2 setzte man hier unnötigerweise auf Übertreibung und Überzeichnung, was aber schon da nicht gelang und auch hier nicht glückt. Auch hier ist die Story wieder einmal nur Nebensache und lediglich dünnes Alibi für allerhand sinnfreie Action. Inhaltlich wird auf eine bunte Kiste voller Klischees zurückgegriffen, denn holzschnittartige Charaktere, die hohle bis pathetische Comic-Dialoge aufsagen, bevölkern den Film. Erneut gibt es aber jede Menge Martial Arts-Fights, diverse Shootouts und wie gewohnt Stunts mit akrobatischem Flair. Die machen den Unterhaltungswert des Filmes aus. Nicht mehr und nicht weniger. Leider gibt es diesmal weniger Parkour-Einlagen und dafür mehr Faustkämpfe. Dummerweise hat man den Eindruck, dass die Action nicht mehr so spektakulär inszeniert wurde wie noch im Vorgänger. Die Einstellungen werden durch häufige Schnitte zerhackt und nicht mehr ausgespielt. Sinn sucht man natürlich ebenso umsonst wie Logik oder ausgefeiltes Film-Handwerk, denn es ist ein reines Spektakel ohne jeden Anspruch. Besonders originell, innovativ oder tiefschürfend war keiner der Luc Besson-Reißer, die mittlerweile scheinbar in Fließbandarbeit entstehen, aber irgendwie kurzweilig waren die meisten doch auf ihre Art.
Wirklich spannend ist das alles also nicht, aber der Film ist rasant genug, um nicht zu langweilen, auch wenn es mal uninteressant wird und das Nichts an Handlung durchhängt. GHETTOGANGZ 2 – ULTIMATUM (dt. Titel) ist einfach ein lupenreiner No-Brainer, der nett, kurzweilig und recht vergnüglich daherkommt, aber etwas an Potential verschenkt.
Übrigens: Derjenige der diesen „deutschen“ Titel erfand, sollte schmerzhaft bestraft werden, immerhin haben auch die Amerikaner und Engländer es geschafft, aus dem Originaltitel zumindest ein DISTRICT 13 zu machen.
|