Ein Quickie von Danny Walch
Unsere Wertung: 
Sam und sein verfressener Freund Buddy sind im Wilden Westen auf der Suche nach dem großen Geld. Die beiden müssen sich mit falschen Dollarnoten, Mönchen und Reliquien herumärgern und werden zusätzlich noch von einem äußerst anhänglichen Japaner verfolgt. Zusammen mit ein paar unfähigen Gaunern lassen sich die Helden von einem Bankdirektor anheuern, dessen "Baby" von mexikanischen Räubern entführt wurde. Und dabei lernen sie auch, dass es mit dem Begriff "Baby" durchaus eine besondere Bewandtnis haben kann...
Die Coverangabe von 1,85:1 beim Bild ist falsch. FÄUSTE, BOHNEN UND KARATE liegt tatsächlich im Format 2,35:1 mit anamorpher Abtastung vor. Man hat hierbei die deutsche Kinofassung herangezogen und abgetastet, jedoch war anscheinend die letzte Rolle nicht zu gebrauchen, so dass die Bildqualität zum Schluss hin leider deutlich absackt, da hier anderes Material verwendet wurde, welches einen durchweg matschigen und ausgewaschenen Eindruck macht. Das abgetastete Material der deutschen Fassung dagegen kommt zwar extrem grob und bröselig daher, gefällt aber mit guten Farben sowie einem angenehmen Kontrast. Die Schärfe reißt aber niemanden vom Hocker. Der deutsche Dolby Digital 2.0 (Mono)-Sound schallt etwas blechern aus den Boxen und besitzt weder Breite, Mitten noch Bässe, bleibt jedoch trotz leichter Verzerrungen stets gut verständlich und klingt nicht zu schrill. Deutsche Untertitel gibt es leider nicht dazu, dafür aber eine mit dem digitalen Rauschfilter glattgebügelte Version des Films, die sich als digital bearbeitete Fassung bezeichnet und dermaßen fies entrauscht wurde, dass man die Personen im Film getrost als "Wachsfiguren" bezeichnen kann. Danach warten noch diverse Trailer des Programmanbieters Savoy Film darauf, vom Zuschauer betrachtet zu werden.
Mit FÄUSTE, BOHNEN UND KARATE erhält der Käufer einen dieser typischen Eastern-Western-Genrehybriden, wie es sie in den 1970er Jahren häufiger zu sehen gab. Als Beispiel dienen hier KUNG FU oder RIVALEN UNTER ROTER SONNE. Das vorliegende Werk ist eine italienisch-spanische Koproduktion aus dem Jahr 1973, in der Iwao Yoshioka den Wilden Westen als exotischer Kämpfer aus Fernost aufmischt. Dieser trifft im Laufe der Handlung auf das trottelige Gaunerpärchen Sam und Buddy, die auf mehr oder weniger legale Weise ans große Geld zu kommen versuchen. Die typisch-deutsche Ulk-Synchro macht jede Menge Laune und bietet einen hohen Unterhaltungsfaktor, was man dem Film so gar nicht zutraut. Die Kampfszenen sind durchweg spektakulär, wenngleich man sehr deutlich sieht, dass bei einem Fußtritt oder Schlag noch viel Platz zwischen den beiden Protagonisten ist. Insgesamt ein durchaus witziger Italo-Western-Klamauk mit einer exotischen Prise Kampfsport. |