Ein Quickie von Danny Walch
Unsere Wertung: 
Kein Drehbuchautor hätte ein so spannendes Actionabenteuer erfinden können, wie es sich tatsächlich ereignet hat, als im Juni 1976 Terroristen eine Maschine der Air France nach Entebbe in Uganda entführten. Flugzeugentführung auf dem Flug von Athen nach Paris. Terroristen bringen eine Air-France-Maschine mit 244 Passagieren und 12 Besatzungsmitgliedern an Bord in ihre Gewalt. Sie zwingen den Kapitän schließlich zur Landung auf dem ugandischen Flughafen Entebbe. Mit dem stillen Einverständnis von Präsident Idi Amin werden die jüdischen Passagiere in einem Transitraum gefangengesetzt. Die Forderung der palästinensischen Terroristen: Freilassung von 53 Palästinensern aus israelischen Gefängnissen. Die Welt hält den Atem an, als das von den Flugzeugentführern gestellte Ultimatum abläuft. Nach 7 Tagen unter ständigen Todesdrohungen werden die Geiseln endlich aus ihrer Angst befreit: Eine israelische Spezialeinheit fliegt zu einer dramatischen Rettungsaktion heran. Diese dritte Verfilmung der tatsächlichen Ereignisse von Uganda ist zugleich die beste: Eine packende Darstellung des Dramas und eine psychologisch tiefe Ausleuchtung der beteiligten Charaktere.
Der 1,66:1-Transfer liegt nur im Letterbox-Transfer vor und ist auch sonst eine Enttäuschung auf der ganzen Linie. Das Bild ist durchweg unscharf, da es eine sehr niedrige Auflösung besitzt. VHS-Qualität fällt einem da spontan ein, obwohl das Master für die DVD wohl eher von einem alten TV-Band stammt. Die Farben sind extrem unnatürlich, ausgewaschen und blass, der Kontrast kommt sumpfig und lasch daher, wobei das Schwarz gerne mal große Teile des Bildes verschluckt. Defekte halten sich in Grenzen, blitzen aber trotzdem regelmäßig auf. Auf unserem Testequipment (46 Zoll FullHD-LCD mit Upscaling) war der Film quasi unanschaubar. Der Sound liegt in Dolby Digital 2.0 in Deutsch und Englisch vor. Ersterer Track ertönt ziemlich muffig und dumpf. Bässe und Höhen gibt es quasi nicht. Das englische Original bietet etwas klarere Stimmen, die Soundkulisse klingt jedoch ebenfalls etwas beschränkt. Untertitel und Bonusmaterial sind leider nicht vorhanden.
DIE KEINE GNADE KENNEN heißt im Original RAID ON ENTEBBE und ist ein durchaus spannender Thriller mit bekannten Namen wie Charles Bronson, Horst Buchholz, John Saxon und Yaphet Kotto. Die Ereignisse beruhen auf den wahren Begebenheiten im Jahr 1976, als eine Air-France-Maschine mit jüdischen Passagieren von der Palästinenserorganisation PLO gekapert wurde. Die Entführer flogen den Flughafen im ugandischen Entebbe am Viktoriasee an. Die Befreiungsaktion namens „Operation Entebbe“ wird in diesem Film veranschaulicht. Geboten wird hier schließlich spannende Geiselnehmer-Action mit Verhandlungen, vergeblichen Befreiungsversuchen und der schlussendlichen Militäraktion. |