Ein
Review von Danny Walch

Baby’s Room:
Ein junges Ehepaar zieht in ein neues Heim. Das alte Gebäude scheint ideal für die Familie, die vor kurzem erst Nachwuchs bekommen hat. Das Baby bekommt dabei sogar einen eigenen Raum. Über einen Monitor können die Eltern das Kind beim Schlafen überwachen. Alles scheint perfekt. Doch eines Nachts erscheint plötzlich noch etwas anderes auf dem Monitor...
Hell’s Resident:
Ein junges Paar sucht eine geeignete größere Wohnung, denn sie erwarten Nachwuchs. Sie scheinen eine passende Wohnung gefunden zu haben. Doch die anfängliche Freude verfliegt schnell. Das Haus entpuppt sich als tödliche Falle, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint. |

|

| Im Handel ab: | 20.11.2008 |
| Anbieter: |
e-m-s
|
| Originaltitel: | The Baby's Room / To Let |
| Genre(s): |
Horror
|
| Regie: | Alex de la Iglesia, Jaume Balaguero |
| Darsteller: | Javier Gutiérrez, Macarena Gómez, Núria González |
| FSK: | 16 |
| Laufzeit: | ca. 143 min |
| Audio: | Deutsch: DTS-HD 5.1
Englisch: DTS-HD 5.1
|
| Bildformat: | High Definition (1.85:1) - 1080p
|
| Medien-Typ: | 1 x Blu-ray
|
| Regionalcode: | B |
| Verpackung: | Blu-ray Case
|
| Untertitel: |
Deutsch,
|
| Extras/Ausstattung: |
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Making Of
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
|
| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
|
|
|

Während BABY'S ROOM im Format 1,85:1 vorliegt, besitzt HELL'S RESIDENT ein 1,78:1-Seitenverhältnis. Beide Transfers wurden mit dem AVC-Codec erstellt und weisen die FullHD-Auflösung von 1920x1080-Pixel auf.
Bei BABY'S ROOM fällt sofort eine sehr starke Körnung des Ausgangsmaterials auf, welcher man jedoch nicht mit Filtern zu Leibe gerückt ist. Das Ergebnis ist eine immer noch sehr gute Detail- und Kantenzeichnung sowie ein extrem natürlicher Look. Die Kompression hat damit keinerlei nennenswerte Probleme, denn Artefakte sind nicht zu erkennen. Die Farben werden nur wenig durch Stilmittel verfremdet und weisen eine hohe Natürlichkeit sowie Sättigung auf. Auch Kontrast und Schwarzwert werden nahezu ideal ausbalanciert, was eine exzellente Durchzeichnung zur Folge hat. Schmutz oder Defekte auf dem Ausgangsmaterial sind nicht zu erkennen.
HELL'S RESIDENT bietet eigentlich ähnliche Farb- und Kontrastwerte wie BABY'S ROOM, jedoch gibt es zwischen beiden Transfers einen signifikanten Unterschied: Bei ersterem wurde anscheinend deutlich entrauscht, was das Filmkorn nicht ganz so gravierend in Erscheinung treten lässt. Im Gegenzug werden allerdings Feinheiten eliminiert und Gesichter erscheinen auf Grund des Weichzeichner-Effekts oftmals zu flächig. Insgesamt ist die Schärfe von HELL'S RESIDENT sicherlich nicht schlecht, aber an den knackig wirkenden BABY'S ROOM kommt er bei Weitem nicht heran.
7 von 10 Punkten

Sowohl BABY'S ROOM als auch HELL'S RESIDENT wurden mit DTS-HD Master Audio 5.1-Tracks in Deutsch und Spanisch ausgestattet. Der Sound klingt bei beiden Tracks sehr ähnlich, die Synchronisation weist einen minimalen Lautstärkevorteil auf. Besonders die sehr breite und voluminöse Front kann bei den beiden Werken durchweg begeistern, wenngleich es hinten etwas zu wenig zu tun gibt. Dort sind hauptsächlich Musik sowie Umgebungsklänge aktiv; direktionale Effekte sind eher wenige vorhanden. In Schockszenen darf der Tiefbass zeigen, was er drauf hat. Die Stimmen werden stets klar und perfekt verständlich vorgetragen, ohne allzu steril zu klingen. Die Klangqualität ist einwandfrei und bietet gute Bässe, breiten Mitten sowie klare Höhen.
7 von 10 Punkten

Deutsche Untertitel für beide Filme sind vorhanden. Hinzu kommt für jeden jeweils ein Making Of (20 beziehungsweise 25 Minuten), in dem die Entstehung des jeweiligen Beitrags in Form von Interviewausschnitten sowie Aufnahmen vom Dreh dokumentiert wird. Trailershows dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen.
3 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 6 von 10 Punkten
Als Mick Garris in den USA die MASTERS OF HORROR-Reihe ankündigte, mussten sich im fernen Spanien die Bosse der Filmschmiede Filmax gedacht haben: „Das können wir auch!“ Das Ergebnis der Bemühungen nennt sich THE HORROR ANTHOLOGY und umfasst aktuell sechs Werke des phantastischen Films, welche von bekannten Regisseuren aus Spanien sowie Mexiko für das Fernsehen realisiert wurden. Mit einer Zeitdauer von circa 70 Minuten laufen diese etwas länger als die der US-Konkurrenz.
Der erste Vertreter der Reihe wurde THE BABY’S ROOM genannt und von keinem Geringeren als Kultregisseur Alex de la Iglesia (EL DIA DE LA BESTIA, PERDITA DURANGO) inszeniert. Die Geschichte ist dabei so simpel wie effektiv. Ein Paar zieht mit seinem Baby in ein altes Haus ein. Eines Nachts beobachtet der Vater eine fremde Gestalt auf dem Monitor des Babyfons. Er geht den Geschehnissen auf den Grund und entdeckt ein schreckliches Geheimnis…
Man mag es kaum glauben: THE BABY’S ROOM kommt ohne großartige Spezialeffekte aus und setzt ganz auf bewährte filmische Mittel, um Spannung und Horror zu erzeugen. Einzig durch die Ausleuchtung und vorzügliche Kameraarbeit gelingt es Iglesia, dem Zuschauer knüppelharte Schocks vorzusetzen, die zwar oftmals vorhersehbar sind, aber trotzdem durch Mark und Bein gehen. Dabei geht es durchweg unblutig zu, schließlich wurden die Teile der HORROR ANTHOLOGY für das Fernsehen produziert. Dafür verfügt THE BABY’S ROOM über eine dichte Grusel-Atmosphäre, welche nicht zuletzt der „Haunted House“-Thematik des Films sowie den beängstigenden Babyfon-Sequenzen zuzuschreiben ist. Während die Story gegen Ende etwas voraussehbar wird, überzeugen die hierzulande eher unbekannten spanischen Darsteller durchweg mit einer guten Schauspielleistung.
--------------------------------------------------------------------------------------------
Mit HELL’S RESIDENT präsentiert uns Jaume Balagueró den letzten Beitrag zur Reihe. Der Regisseur gilt seit THE NAMELESS und DARKNESS als Horrorspezialist und auch hier stellt er sein Können eindrucksvoll unter Beweis. Der sechste Teil ist einer der besten, wenn nicht sogar der beste aus der HORROR ANTHOLOGY. Dies verdankt er der extrem makaberen Geschichte, welche mit bissigem Humor der schwärzesten Sorte aufwartet. Entgegen der Vermutung, die beim Lesen des Filmtitels entsteht, stellt die Produktion diesmal keinen „Haunted House“-Grusler dar, sondern einen astreinen Psychothriller. Zwar läuft dieser insgesamt nur 66 Minuten, die Zeit vergeht jedoch wie im Flug, wodurch es keine einzige überflüssige oder gar langwierige Minute gibt.
Alles dreht sich um ein junges Paar, welches Nachwuchs erwartet und deshalb eine größere Wohnung sucht. Bei einer Besichtigung hat die Vermieterin aber so ihre ganz speziellen Methoden, das Paar für das neue Heim zu begeistern. Mehr soll hier von der ungewöhnlichen Geschichte nicht verraten werden, denn was das Drehbuch für den Zuschauer bereit hält, ist so amüsant wie schockierend zugleich. Die Schauspieler sind recht unbekannt, machen aber einen großartigen Job. Besonders die Performance von Nuria González als Vermieterin ist äußerst beeindruckend.
Optisch unterwirft sich HELL’S RESIDENT den Konventionen der Reihe: Atmosphäre wird ausschließlich über die Ausstattung sowie Kameraarbeit erzeugt. Übermäßige Computertricks gibt es hier nicht. Dafür wirkt das Mietshaus mit seinen dunklen, tristen Gängen sowie dem gruseligen Ambiente sehr wirkungsvoll. Im Gegensatz zu den anderen Vertretern der HORROR ANTHOLOGY geht es hier ein bisschen herber zur Sache, was jedoch durch den angesprochenen schwarzen Humor etwas abgefedert wird. Insgesamt ein abgedrehter Psychothriller mit makaberem Humor, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte!
Die Blu-ray-Disc aus dem Hause e-m-s packt beide File auf eine Scheibe und zeigt eine gute Bild- und Tonqualität. Im Gegensatz zu den von uns vor längerer Zeit getesteten DVD-Versionen enthält die HD-Scheibe nun etwas Bonusmaterial.
| Und das meinen unsere Kollegen... |
 Fazit: 3.5/5 |
Eine schöne, wenn auch mit kleinen Mängeln behaftete Umsetzung auf Blu-ray. Es ist jedoch sehr schade, dass nicht gleich die komplette "Horror-Anthology" - Reihe auf Blu-ray veröffentlicht wird.
[...] Review lesen
|
|