Ein
Review von Marcus Kampfert

Sechs Freunde feiern ihr Wiedersehen an Bord einer Luxusjacht, weit vor der mexikanischen Küste. Die Sonne brennt vom ungetrübten Himmel, es herrscht ausgelassene Stimmung, der Alkohol beginnt zu fließen und das unvergessliche Wochenende kann endlich beginnen.
Die ruhige See verführt zum Baden. Als alle im Wasser sind, stellen sie entsetzt fest, dass niemand daran gedacht hat, die Bootsleiter herunter zu lassen. So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als zu versuchen, das sichere Deck auf einem anderen Weg zu erreichen. Als sie immer wieder scheitern, ist ihnen endgültig klar, dass es ohne Hilfe Anderer keinen Weg zurück an Bord gibt.
Doch weit und breit ist keine Rettung in Sicht. Langsam beginnen Angst, Verzweiflung, Panik und anschließend Wut von ihnen Besitz zu ergreifen. Ein Kampf ums nackte Überleben im offenen Meer und ein Wettlauf gegen die Zeit nimmt seinen tragischen Lauf ... |

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| Im Handel ab: | 12.03.2007 |
| Anbieter: |
Universum Film
/ UFA home entertainment
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| Originaltitel: | Adrift |
| Genre(s): |
Thriller
Drama
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| Regie: | Hans Horn |
| Darsteller: | Susan May Pratt, Richard Speight Jr., Niklaus Lange, Ali Hillis, Cameron Richardson, Eric Dane, Mattea Gabarretta, Alexandra Raach, Wolfgang Raach, Kelly Wagner |
| FSK: | 12 |
| Laufzeit: | ca. 91 min |
| Audio: | Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
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| Bildformat: | 16:9 (2.35:1) anamorph
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| Medien-Typ: | 1 x DVD-9
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| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | Amaray Case
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| Untertitel: |
Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Englisch,
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| Extras/Ausstattung: |
- Kinotrailer
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Making Of
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
- Interviews
- B-Roll
- Outtakes
- Behind the Scenes
- Alternative Opening
- Audiokommentar
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| Zusatzinfos: |
www.open-water-2.de
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Natürliche, leuchtende Farben sorgen anfangs für Karibikflair. Nach etwa 20 Minuten erfährt die Story eine drastische Wendung, womit sich auch das Sättigungsverhalten als Stilmittel verändert. Der Kontrast bleibt stets ohne Tadel und gibt alles konturentreu wieder. Abweichungen ergeben sich bis dahin nur in Rückblenden, die neben einer starken Körnung auch trister und düsterer, beinahe überzogen wirken. Das Schärfeverhalten ändert sich mit der Entfernung. Totalen bieten oft kaum mehr als Umrisse, Details verschwimmen meist deutlich. Je näher die Kamera dem Geschehen kommt, umso präziser ist die Darstellung von Feinheiten. Nahaufnahmen sehen dahingehend am besten aus. Das Rauschen hält sich außerhalb von Rückblenden oder „Panik-Motiven“ zurück, Artefakte sind nicht vorhanden. In Folge der Kompression lassen sich in der Tiefe des Meeres leichte Blockstrukturen erkennen (harte Linien in Farbabstufungen).
7 von 10 Punkten

Die beiden 5.1-Mixes im englischen Original und der Synchro bieten in erster Linie eine atmosphärische Kulisse. Die räumlichsten Bestandteile stellen der bedrohliche Score und alle Geräusche im Zusammenhang mit Wasser (Wellenbewegungen, Gewitter) dar. Oft wirkt der Mix allerdings ungewöhnlich frontlastig. Mit größerer Kameraentfernung gerät das Geschehen (logischerweise) recht leise. Die Dialoge sind stets sauber und klar vernehmbar. Je nach Bildposition verlassen die Stimmen auch mal den Center. Realistische und zugleich eine Spur zu minimalistische, aber auf jeden Fall spannungswirksame Vertonung.
7 von 10 Punkten

Der Regisseur Hans Horn, Produzent Dan Maag und Kameramann Bernhard Jasper sprachen einen Audiokommentar zum Film ein. Dieser fällt sehr anekdotenreich in Sachen Darsteller und Dreharbeiten aus. Des Weiteren werden viele Tricks zur Einhaltung des geringen Budgets verraten – relativ unterhaltsam und zugleich ausreichend informativ. Das „Making Of 1“ ist ein TV-Feature von 22 Minuten Länge, das dem typischen Versatz aus Statements, etlichen Filmausschnitten und wenigen Setszenen entspricht – nur bedingt sehenswert. Ein weiteres „Making Of 2“ (11:30 Minuten) zeigt eigentlich nur einen Zusammenschnitt diverser Ausschnitte von den Dreharbeiten, die zwar untertitelt, aber nicht kommentiert werden. Eine so bezeichnete B-Roll (04:49) ist mit abweichenden Bildern separat aufgelistet. Zwei Interviews mit Hans Horn (02:18) und Dan Maag (01:10) extrahieren nur Statements aus dem Making Of 1. Einige Outtakes wurden nochmals mit Behind the Scenes zu einem Clip von guten vier Minuten vermischt. Der alternative Anfang (03:09) setzt die Trauma-Szene von Amy and den Start. Den Abschluss bilden der Filmtrailer (01:52) und die Trailershow des Anbieters.
Das Menü ist nur auf der ersten Stufe teilanimiert. Alle Screens bieten aber immerhin Musikuntermalung. Die Untertitel für Hörgeschädigte zum Hauptfilm entsprechen der Synchronisation, zu den Features gibt es sinngemäße Übersetzungen.
Abgesehen vom Audiokommentar und Teilen des Making Of 1 bietet das Material wenig Information und ist auch nur leidlich unterhaltsam.
4 von 10 Punkten

OPEN WATER 2 ist der dritte Titel, den der Film aus deutscher Produktion mit internationalem Cast letztlich erfuhr. Die vorherigen, „Godspeed“ und „The Drift“ aka „Adrift“, fanden bei den ausländischen Geldgebern, die bereits OPEN WATER finanzierten, weniger Anklang, sei doch die Ausgangssituation der Protagonisten dem erfolgreichen, ebenfalls auf Tatsachen beruhenden „Vorgänger“ durchaus nicht unähnlich. Erneut machen nämlich einige junge Menschen ungeahnt lange Bekanntschaft mit dem kalten Meer, ohne Aussicht auf Hilfe. Das Spielfilmdebüt von Werbefilmer Hans Horn erweitert die Anzahl der Protagonisten jedoch von zwei auf sechs und spielt vielmehr mit der Bedrohung durch den Menschen selbst als mit der durch die Natur. Panik, die eigenen Ängste, die Kälte des Wassers und eine unberechenbare Gefahr, welche vom Gastgeber ausgeht, der mehr zu sein vorgibt, als er ist und sich in der Extremsituation entsprechend seltsam verhält, stellen die allzu menschlichen Zugaben dar, die ein zunächst harmlos erscheinendes Szenario zum blanken Horror werden lassen. Auch für die Schauspieler geriet der Dreh zur Höchstbelastung, verbrachten sie im Schnitt immerhin sechs Stunden und mehr pro Drehtag im kalten Meerwasser. Entsprechend authentisch geriet ihr Spiel, was der Atmosphäre sowie Spannung klar zugute kommt. Die Unerfahrenheit wird durch die natürlichen Reaktionen ausgeglichen. Der Plot als solches ist sicherlich eher banal, aber durchaus spannend und beklemmend in Szene gesetzt. Die in einem Erstling beinahe zu erwartenden Anschluß- beziehungsweise Logikfehler werden mit Humor von den Machern selbst im unterhaltsamen Audiokommentar angemahnt. Das geringe Budget haben die Macher dennoch perfekt für ein solide inszeniertes und gefilmtes Drama verwendet. Wer allerdings solch drastische Wendungen wie im vermeintlichen Vorgänger erwartet, liegt mit OPEN WATER 2 daneben.
Die Technik der DVD genügt nicht ganz den Erwartungen an ein brandaktuelles Werk, was aber weniger der Umsetzung anzulasten ist als vielmehr dem geringen Budget des Films und damit dem Ausgangsmaterial. Universum Film hat das Beste herausgeholt und zumindest solide Arbeit abgeliefert. Etwas enttäuschend ist das Bonusmaterial, welches sich auf dem Backcover recht reichhaltig liest, tatsächlich aber nur zwei wirklich brauchbare Features enthält. Film und DVD taugen aber dennoch zumindest zur einmaligen Ausleihe.
6 von 10 Punkten
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