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 2157  Review zu: Havoc 30.08.2006

Ein Review von Danny Walch



"Wir sind nichts weiter als gelangweilte Teenager", sagt Allison in die Kamera und zelebriert die bevorstehende Schlägerei als Event. Toby (Mike Vogel), Anführer der PLC Gang, schlägt den Kopf seines Gegners auf den Asphalt, immer wieder, bis die Cops eintreffen. Es sind Jugendliche aus Los Angeles’ Nobelviertel Pacific Palisades, die hier versuchen, eine Subkultur zu leben und sich dafür ihr eigenes Ghetto geschaffen haben. Weil sie sich einbilden, so ein "reales Leben" zu führen, im Gegensatz zum heuchlerischen Dasein ihrer reichen Eltern. Doch im wahren Ghetto, gelten andere Regeln. Die beiden verwöhnten Girls Allison (Anne Hathaway) und Emily (Bijou Phillips) sind hier nicht Willkommen, und finden sich in einem Sumpf voller Drogen und Gewalt wieder. Erst als es zu spät ist, bemerkt der mexikanische Drogendealer Hector (Freddy Rodriguez), dass er es nicht so weit hätte kommen lassen dürfen. Er sieht nur einen Ausweg, um die beiden wieder los zu werden...

Cover Havoc
Cover vergrößern




Im Handel ab:31.08.2006
Anbieter: e-m-s
Originaltitel:Havoc
Genre(s): Kriminalfilm
Drama
Romanze
Regie:Barbara Kopple
Darsteller:Anne Hathaway, Bijou Phillips, Shiri Appleby, Michael Biehn, Joseph Gordon-Levitt, Matt O'Leary, Freddy Rodríguez, Laura San Giacomo, Mike Vogel, Raymond Cruz, Alexis Dziena, Channing Tatum, Johnny Vasquez, Luis Robledo, Sam Hennings, Cecilia Peck, Josh Peck, John Morrissey, Robert Shapiro, J.D. Pardo, Terri Hanauer, Sam Bottoms, Jocelyn Towne, Jillian McWhirter, John Thomas, John Eric Staley, Laura Breckenridge, Alysia Joy Powell, Richard Pagano, Samar Omar, Laurel Parmet, Tammy Trull, Jossara Jinaro, Paul Couture, Rana McAnear, Angela Meryl, Ken Reichling
FSK:16
Laufzeit:ca. 82 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:16:9 (1.78:1) anamorph
Medien-Typ:1 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Amaray Case
Untertitel:
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb


Das Bild im Format 1,78:1 (anamorph) kann bei HAVOC überzeugen. Die Schärfe befindet den gesamten Film über auf einem sehr hohen Niveau. Viele dargestellte Details sowie saubere Kanten belegen dies. Rauschen ist nur dezent auf Hintergründen wahrnehmbar, was dem Transfer eine überzeugende Tiefenschärfe beschert. Die mit der Digicam aufgenommenen Sequenzen bieten dagegen eine etwas schlechtere Optik (zum Beispiel horizontale Interlacing-Streifen sowie Aliasing-Effekte), was aber so beabsichtigt ist.

Da sie mittels Filtereinsatz verfremdet wurden, überzeugen die Farben weniger durch ihre Natürlichkeit als vielmehr durch ihre Sättigung. Der ausgewogene Kontrast erzeugt im Zusammenspiel mit einem tiefen Schwarzwert eine gewisse Plastizität. Die Vorlage präsentiert sich in einem sauberen Zustand. Kleinere Schmutzpartikel, welche lediglich bei genauem Hinsehen auffallen, stören das Filmvergnügen in keinesfalls. Achteinhalb Punkte wären hier angemessen.

Bewertung  9 von 10 Punkten




Die drei Tracks, welche HAVOC auf der DVD begleiten, liegen im Dolby Digital 5.1-Format auf Deutsch und Englisch sowie DTS in ersterer Sprache vor. Surroundaktivitäten sind bei diesem Film von eher dezenter Natur. Richtige Effekte hört man selten, meist bestimmen kleinere Umgebungsgeräusche sowie die Musikwiedergabe den rückwärtigen Bereich. Auch der Bass darf sich ab und an ins Geschehen mit einklinken. Die Stimmenwiedergabe präsentiert sich dabei von sehr guter Natur, da man sowohl bei den originalen als auch denen der Synchronisation einen guten Mittelweg aus natürlicher Dumpfheit sowie Verständlichkeit gefunden hat.

Apropos Synchronisation - diese hat ein großes Problem: Der künstliche Slang der weißen PLC-Gangmitglieder wirkt im Original absichtlich etwas überzogen, aber in der deutschen Version total lächerlich und viel zu komisch! Insbesondere trifft das auf Toby zu, den Anführer der Gang. Sobald er den Mund aufmacht, wird der Streifen zur Komödie, was so sicherlich nicht beabsichtigt war. Hier sei dringend die Wahl des Originals für das authentische Filmgefühl empfohlen. Der Unterschied zwischen den drei Mixen ist recht gering. Alle besitzen eine gute Auflösung des Spektrums mit einem klaren, dynamischen Klangbild.

Bewertung  8 von 10 Punkten




HAVOC ist mit deutschen Untertiteln ausgestattet, welche jedoch auf der Synchronisation basieren. Neben der obligatorischen Trailershow im Hauptmenü befinden sich im entsprechenden Unterpunkt noch folgende Extras: Nach dem Trailer wollen nur noch die Bio- beziehungsweise Filmografien von Anne Hathaway sowie Bijou Phillips begutachtet werden. Alles in Allem eine enttäuschende Ausstattung - weder Making Of noch Deleted Scenes (die "Unrated"-Szenen) befinden sich auf dem Silberling.

Bewertung  2 von 10 Punkten




Das Teenager-Drama HAVOC zeigt die Jugendlichen im Nobelviertel Pacific Palisades von Los Angeles. Gelangweilt von einem Leben im Luxus und von den oftmals zerstrittenen Eltern ignoriert sowie abgeschoben, gründen die Jugendlichen ihre eigene Subkultur. Mit der PLC-Gang projizieren sie die Sehnsucht nach Abenteuer und Nervenkitzel auf die Straße, ihre gespielte Coolness wie Sprache halten sie für das wahre Leben. Der Konsum von Drogen und der Ausbruch von Gewalt zeigen sich als logische Folge dieser Frustration.

Eines Abends machen die PLCs einen "Ausflug" zur 16th Street in East L.A., einem der schlimmsten Ghettos der Stadt. Während Toby (Mike Vogel aus POSEIDON), Anführer der Gang, vom Drogendealer Hector (Freddy Rodriguez, SIX FEET UNDER) recht unsanft auf den Boden der verwöhnten Tatsachen zurückgeholt wird, nimmt das "echte", harte Leben Allison (Anne Hathaway, BROKEBACK MOUNTAIN) und Emily (Bijou Phillips, VENOM - BISS DER TEUFELSSCHLANGEN) gefangen. Die beiden kehren des Öfteren in das Viertel zurück und streben nach der Mitgliedschaft in Hectors Gang. Doch die Aufnahmeprüfung in Form von Sex mit diversen Gangmitgliedern stellt die beiden Teenager vor höhere Hürden, als sie sich anfangs eingestehen wollen.

HAVOC kann nicht durchgehend überzeugen, dazu ist das Bild der verwöhnten, naiven weißen Kids zu plakativ und überzogen. Dafür überzeugt die Darstellung des Kontrastes der beiden Welten (Nobelviertel versus East L.A. Ghetto). Wenn man die Jugendlichen auf ihrer Fahrt in die 16th Street begleitet, überkommt den Zuschauer wirklich das Gefühl, in eine fremde, aber irgendwie faszinierende Welt einzutauchen. Dieser Effekt wurde eindrucksvoll eingefangen. Regisseurin Barbara Kopple scheut auch vor der Darstellung nackter Tatsachen nicht zurück. So ist es schon ein merkwürdiges Gefühl, Disney-Prinzesschen Anne Hathaway hier als "Superbitch" oben ohne in heißen Sexszenen zu begutachten. Ihre Leistung sowie die von Ex-Model Bijou Phillips sind bemerkenswert, in einer für ihn ungewöhnlichen Nebenrolle erscheint Michael Biehn (TERMINATOR) als Allisons Vater.

Die DVD von e-m-s bietet leider nur eine unzureichende Ausstattung, während die Technik überzeugt. Auf dem Silberling befindet sich die Kinofassung (R-rated), welche der Wunschfassung der Regisseurin entspricht. Die in den USA erschienene Unrated-Fassung wurde vom Studio New Line geschnitten und stellt einen reinen "Kommerz-Cut" dar. Unter anderem wurde das relativ offene Ende der Kinofassung durch ein alternatives, weniger offenes ersetzt.

Bewertung  7 von 10 Punkten






© DVD-Palace Home Entertainment




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