Ein
Review von Fabian Sell

Woher sie kommt? Er fragt nicht. Musiker Julien hat sich in einem Wald verfahren, als er die geheimnisvolle Sylvia trifft. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch Sylvia hat ein Geheimnis: Julien ahnt nicht, dass er eine „Gottesanbeterin“ liebt, die töten muss, um sich zu überleben. Wie bei den Weibchen dieser Insekten wird aus Sylvias Lust rasch Mordlust. Sie beschließt, sich einen Geliebten zu suchen, um Julien zu schützen und ihr Bedürfnis zu stillen … |

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| Im Handel ab: | 24.08.2006 |
| Anbieter: |
Eurovideo Bildprogramm GmbH
/ Epix Media AG
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| Originaltitel: | Le festin de la mante |
| Genre(s): |
Erotik
Thriller
Horror
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| Regie: | Marc Levie |
| Darsteller: | Lou Broclain, Yann Chely, Sasa Nikolic, Adèle Jacques, Hugues Hausman, Michel de Warzee, Serge Swysen, Renaud Boucquey, Samuel Lemaire, Stéphane Shoukroun, Félix Verbist, Ulysse Waterlot |
| FSK: | 16 |
| Laufzeit: | ca. 89 min |
| Audio: | Deutsch: Dolby Digital 5.1
Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Französisch: Dolby Digital 2.0 Stereo
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| Bildformat: | 16:9 anamorph
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| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | Amaray Case
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| Untertitel: |
Deutsch, Englisch, Französisch,
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| Extras/Ausstattung: |
- Trailer von anderen Filmen
- Biographien Crew
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
- Interviews
- Zur Idee des Films
- Der Abschiedsbrief
- DER MYTHOS – Die Gottesanbeterin
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Epix hat DIE GOTTESANBETERIN im 16:9-Format auf DVD gepresst. Die digitale Umsetzung bietet kräftige Farben und einen größtenteils guten Kontrast. Stark verblasste Flächen lassen sich nicht feststellen. An einigen Stellen neigen helle Bildbereiche zum Überstrahlen. Die Detailschärfe ist eher angenehm als gut gelungen, während im Totalen meist noch sehr knapp gute Werte erreicht werden. Ebenso wie bei der Detailschärfe stören allerdings auch hier leichte bis mittelprächtige Doppelkanten den Sehgenuss. Der Rauscheffekt hält sich glücklicherweise gering, so dass er die Schärfe kaum beeinflusst und meist auch nur bei genauem Bildstudium auffällt.
Knappe sieben Punkte.
7 von 10 Punkten

Viel darf der Konsument vom 5.1-Mix der DVD leider nicht erwarten. Nur bei den wenigen wirklich stark turbulenten Szenen (z.B. bei den abschließenden Explosionen des Gewächshauses) ist von einer ordentlichen bis recht guten Ausnutzung zu sprechen. Ansonsten, was den Großteil des Filmes ausmacht, bleibt der Track viel zu Center-betont. Zwar erscheint DIE GOTTESANBETERIN in diesen Phasen eher ruhig und zuweilen etwas dialoglastig, doch wäre ohne Probleme eine Verteilung diverser Hintergrundeffekte (Schreie, Zuschlagen von Autotüren etc.) auf den Bereich der Rearspeaker möglich gewesen. Auch den häufigen Musikeinlagen fehlt es an einer ausgeklügelten Einbeziehung des rückwärtigen Hörraums. Des Öfteren spielen sich diese nur in der Front ab. Wird der rückwärtige Hörraum mit einbezogen, so schafft er es kaum, im dynamischen Zusammenspiel mit den vorderen Boxen zu ertönen.
Neben dem 5.1-Pendant enthält die DVD einen Dolby Digital 2.0 Stereo-Track auf Deutsch und Französisch. Das französische Original ertönt im direkten Vergleich zu den beiden deutschen Formaten deutlich kräftiger und bietet auch einen leicht ausgeprägteren Einsatz an Hintergrundgeräuschen. Der Klang ist in allen drei Formaten als „gut“ einzustufen. Verzerrungen oder ähnliche technische Mängel kommen nicht vor.
Knappe sechs Punkte.
6 von 10 Punkten

Eine herbe Enttäuschung erfährt der DVD-Konsument beim Bonusmaterial. Die Featurettes DER MYTHOS - Die Gottesanbeterin, Der Abschiedsbrief und Zur Idee des Filmes klingen zwar einlandend, sind jedoch, anders als zu erwarten, nur in Textform präsent. Zusätzlich dazu gibt es Biographien zur Crew sowie einige Trailer zu anderen Produktionen des Anbieters.
2 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 5 von 10 Punkten
Lange 15 Jahre spukte Regisseur Marc Levie die Idee im Kopf herum, dem Mythos der Gottesanbeterin ein cineastisches Denkmal zu setzen. Die lange Vorarbeitszeit sollte sich bezahlt machen; Levies Spielfilmdebüt ist alles andere als schlampig, unsauber oder unausgereift, sondern ausgefeilt bis in kleinste Detail.
Das Drehbuch erzählt die typische Dreiergeschichte Mann-Freundin-Geliebter - eingebettet in den Mythos der Gottesanbeterin. Protagonist Julien ahnt anfangs nicht, dass seine wunderschöne Frau Sybille keine gewöhnliche Dame, sondern eine Gottesanbeterin ist. Als er sie jedoch mit einem anderen ertappt und vorläufig auszieht, bleibt ihm viel Zeit zum Nachdenken. Langsam kommt er der unausweichlichen Wahrheit auf die Schliche: Wie die Weibchen gleichnamiger Insekten muss sie ihren Partner töten, um zu überleben...
Levie versteht es, die Handlung mit feinsten Elementen des Horror-, Erotik- und Thriller-Genres zu würzen und diese gekonnt miteinander zu assoziieren. Die zahlreichen Sexualakte werden nicht etwa nur angedeutet, sondern in einer beinahe kunstvollen Inszenierung vollzogen. Ein hoher Gänsehautfaktor ist dabei stetiger Weggefährte. Denn nie weiß man, wann die undurchschaubare Sybille erneut zuschlägt. Die Tatsache, dass Levie einzig und allein die Kraft der Bilder sprechen lässt, und die Aktionen Sybilles nicht verbal ankündigt, erzeugt Spannung auf Höchstniveau. Und wenn Julien schließlich Nachforschungen anstellt, sie beendet und sein Leben unbekannte, aber strukturierte Züge annimmt, dann klingt das doch sehr nach Thriller...
All dies weiß Levie in einem rasanten Tempo miteinander zu verknüpfen, so dass dem Zuschauer kaum Zeit zum Luftholen bleibt. Das mit Debütanten wie Lou Broclain, Yann Chely, Sacha Kollich und Adele Jacques besetzte Ensemble belgischer Schauspieler begeistert. Sie alle spielen hervorragend zur stark atmosphärischen Musik von Laurent Mersch, der bereits in BETWEEN THE LINES sein Können bewies, sowie dem Debütanten Ulysse Waterlot. DIE GOTTESANBETERIN ist kein Popcorn-Kino, sondern Filmkunst mit Anspruch.
Die DVD bietet eine gute Bildqualität und ordentlichen Ton. Extras liegen leider nur in Textform vor.
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