Ein Quickie von Dennis Meihöfer
Unsere Wertung: 
Willkommen in Lisas Leben! Manchmal wahr.
Die Folgen 121-140 auf 3 DVDs
Wer hätte gedacht, was uns nach dem Start von GUTE ZEITEN, SCHLECHTE ZEITEN im Jahre 1992 erwartet. Damals von den Kritikern frei nach dem Motto: „Was? Eine tägliche Serie mit richtigen Schauspielern? Seid ihr denn des Teufels...“ verrissen, schlug dieses Format ein wie eine Bombe. Nicht verwunderlich, dass viele andere Sendungen dieser Art an den Start gingen; teils erfolgreich (UNTER UNS, MARIENHOF) und oft auch gnadenlos untergegangen (MALLORCA, GELIEBTE SCHWESTERN). Mit VERLIEBT IN BERLIN wagt Sat.1 nun ein neues Konzept: die Telenovela. Der Unterschied zu „normalen“ Daily Soaps besteht im Verlauf der Geschichte. So liegt der Hauptpart lediglich bei einer Darstellerin – im vorliegenden Fall ist dies Alexandra Neldel (sie war vorher bereits bei GZSZ tätig) in der Rolle von Lisa Plenske. Aufgebaut wurde das Ganze als Märchen (so ist ihre Stimme immer wieder im Off zu hören) um ein hässliches Entlein (Plenske), welches heimlich in den schönen Prinzen (David Seidel – ihr Chef) verliebt ist. Dieses „neuartige“ Konzept ist auf gute 200 Episoden aufgeteilt und wird, wie sollte man es auch anders erwarten, mit einem Happy End abschließen. Das Grundkonzept kann also bei weitem nichts Neues bieten und wurde hier nur anders verpackt. Eigentlich stammt diese Idee auch nicht von Sat.1, sondern dem mexikanischen Original EL AMOR NO ES COMO LO PITAN, auf dessen Grundlage VERLIEBT IN BERLIN beruht.
Auch die Box 7 aus dem Hause Polyband kann überzeugen. Das Bild bietet keinerlei Unterschiede zur vorherigen Edition und leidet weiterhin nur unter einer etwas wechselhaften Schärfe sowie einem zu intensiven Schwarzwert. Nicht anders sieht es mit der Tonspur aus – solider TV-Stereo-Standard. Der einzige Unterschied liegt in den Extras. Da wären nämlich Ausschnitte aus dem Boulevardmagazin BLITZ: Liebesszenen vor der Kamera: Die Tricks der Schauspieler (08:03) und Bärbel Schlekers Angst vor dem Fliegen (03:41). Aus dem FRÜHSTÜCKSFERNSEHEN gibt es jeweils separate Interviews mit Laura Osswald (08:01), Olivia Pascal (07:43) und Clayton M. Nemrow (06:01). Der Informationsgehalt ist somit bei weitem geringer als zuvor und und letztgenanntes Feature tötet einem den Nerv... |