Ein
Review von Danny Walch

Der Student Peter Kleist kommt nach Österreich, um bei der Versteigerung des Schlosses seiner Vorfahren zugegen zu sein. Das Gemäuer, das von der Dorfbevölkerung den Namen „Schloss des Teufels“ erhalten hat, war im 16. Jahrhundert Sitz des berüchtigten „Blutbarons“ von Kleist. Zusammen mit einer Studentin veranstaltet Peter im Turmkämmerlein eine Geisterbeschwörung. Der zu neuem Leben erwachte Blutbaron macht sich auch gleich wieder an die Arbeit... |

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| Im Handel ab: | 27.10.2005 |
| Anbieter: |
e-m-s
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| Originaltitel: | Gli orrori del castello di Norimberga |
| Genre(s): |
Horror
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| Regie: | Mario Bava |
| Darsteller: | Joseph Cotten, Elke Sommer, Massimo Girotti, Rada Rassimov, Antonio Cantafora, Umberto Raho, Luciano Pigozzi, Dieter Tressler, Pilar Castel, Gustavo De Nardo, Nicoletta Elmi, Irio Fantini, Rolf Hädrich, Maurice Poli, Helena Ronee, Valeria Sabel |
| FSK: | 16 |
| Laufzeit: | ca. 94 min |
| Audio: | Deutsch: Dolby Digital 1.0 Mono
Englisch: Dolby Digital 1.0 Mono
Italienisch: Dolby Digital 1.0 Mono
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| Bildformat: | 16:9 (1.85:1) anamorph
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| Medien-Typ: | 1 x DVD-9
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| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | Amaray Case
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| Untertitel: |
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| Extras/Ausstattung: |
- Kinotrailer
- Biographien Crew
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
- Interviews
- Dokumentation
- Bildergalerie
- Filmografien
- Booklet
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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BARON BLOOD erhielt für dieses DVD-Release einen anamorphen 1,85:1-Transfer. Trotz des hohen Filmalters kann man die Schärfe nur als durchschnittlich bezeichnen. Vor allem an der Darstellung von Details mangelt es; Gesichter etwa wirken sehr flächig und wenig plastisch. Die Farben sind bunt und satt, jedoch nicht immer völlig natürlich. Daran hat zum Teil auch der etwas steile Kontrast Schuld, der helle Flächen aus dem Bild herausstechen lässt, ohne jedoch zu überstrahlen. Rauschen stellt für den Transfer kein größeres Problem dar, denn man hat anscheinend einen Filter eingesetzt, der sich leider negativ auf die Schärfe auswirkt. Dass es vor allem auf Hintergründen doch durchgehend sichtbares Grieseln zu entdecken gibt, kann man daher fast schon als positiv betrachten. Mängel der Kompression in Form von Artefakten oder Blockbildung sind nur selten zu sehen. Das Master präsentiert sich weiterhin in einem sauberen Zustand.
5 von 10 Punkten

Wie in der MARIO BAVA-Reihe üblich, liegt auch hier der Ton in drei Sprachen vor: Deutsch, Englisch und Italienisch, alle drei jedoch lediglich in Dolby Digital 1.0 (Mono). Die italienische Originalspur rauscht zwar am stärksten, dafür kann man ihr den besten und lautesten Klang bescheinigen. Alles wirkt trotzdem ziemlich blechern und dumpf. Das deutsche Pendant hört sich an, als ob man die italienische Spur einer Rauschunterdrückung unterzogen hat – deutlich leiser, aber auch rauschärmer. Der englische Track letztendlich versinkt in Dumpfheit und ist kaum genießbar.
4 von 10 Punkten

Natürlich bietet e-m-s zu BARON BLOOD wieder Untertitel an, die anscheinend auf der englischen Synchronisation basieren. Das eher biedere Hauptmenü offeriert eine Trailershow, die drei Titel umfasst, sowie in einem Untermenü folgendes Bonusmaterial:
Das Zusatzmaterial wird von einem Interview mit Elke Sommer eingeleitet, die im Film die Hauptrolle spielt und 33 Minuten lang über sich, den Film sowie Regisseur Mario Bava erzählt. Frau Sommer ist guter Laune und hat viel Interessantes sowie einige Anekdoten vom Dreh zu erzählen. Die Dokumentation „Castle of Horrors“ läuft 16 Minuten und stammt ursprünglich aus Italien. Darin kommt unter anderem auch Bavas Sohn zu Wort, der ebenfalls sehr ausführlich beschreibt, wie es war, mit seinem Vater den Film zu drehen. Bava-Fan Joe Dante (PIRANHA) lässt es sich nicht nehmen, sein Vorbild und dessen Werk zu analysieren. Nach diesem Brocken folgen der Kinotrailer in grauenhafter Qualität sowie eine Bildergalerie mit vielerlei Motiven, Fotos und Plakaten. Die Biografien zu Elke Sommer (18 Tafeln) und Mario Bava (33 Tafeln) sind mehr als ausführlich und gut zu lesen. Den Abschluss bildet wieder einmal die Werbung für das Buch „Mario Bava - All the Colors of the Dark“ von Tim Lucas.
BARON BLOOD wird in einem schicken Schuber ausgeliefert, welcher ein anderes Filmplakat als Covermotiv besitzt als die Amaray-Klon-Hülle. Im Case selbst liegt ein schönes, bebildertes Booklet mit weiteren Infos zum Film, das darauf wartet, gelesen zu werden.
3 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 4 von 10 Punkten
BARON BLOOD zählt sicher nicht zu Bavas Meisterwerken, dafür ist die Handlung um einen untoten Schlossherren, der Verwandte und Angestellte meuchelt, zu seicht und oberflächlich. Auch, dass der Film in der (damaligen) Gegenwart spielt und ihm somit stellenweise eine eindringliche Atmosphäre wie im viktorianisch angehauchten DER DÄMON UND DIE JUNGFRAU fehlt, trägt dazu bei, dass man sich relativ wenig gruselt. Dafür sind die Morde für die damalige Zeit recht brutal ausgefallen und in der einen oder anderen Szene blitzt auch Bavas filmische Genialität kurz auf. So gehört das Spiel mit Licht und Dunkelheit nach wie vor zum Bava-Standardrepertoire und funktioniert hier auch weiterhin ganz gut. Insgesamt stellt BARON BLOOD also einen frühen Vertreter des Slasher-Genres dar, der zwar nicht zu Bavas schlechtesten Filmen gehört, aber auch nicht gerade einer seiner besten ist.
Die DVD aus der Serie „The Films of Mario Bava“ stammt aus dem Hause e-m-s und bietet selbst für das hohe Alter des Films bei Bild und Ton lediglich durchwachsene Kost. Trumpf dieser Veröffentlichung sind eindeutig die interessanten Extras.
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