Ein Quickie von Danny Walch
Unsere Wertung: 
Sträfling James "Animal" Allen ist die Inkarnation eines Gewalt verherrlichenden, menschenverachtenden Wesens. Dennoch gelingt es seinem Mithäftling Berwell (Jim Brown), dem hart gesottenen Kriminellen eine andere Seite des Lebens aufzuzeigen. Geläutert verlässt er nach Jahren das Gefängnis. Außerhalb der Gefängnismauern jedoch sieht die Welt ganz anders aus, denn er stellt fest, dass sein Sohn Darius (Terrence Howard) zwischenzeitlich in seine Fußstapfen getreten ist. Allens Bemühungen, ihn davon zu überzeugen, dass er einen falschen Weg eingeschlagen hat, scheinen vergebens zu sein.
Bild:
MPEG-4 AVC Video / 19996 kbps / 1080p / 23,976 fps / 16:9 / High Profile 4.1
Ton:
English: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 2390 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Deutsch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 2417 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Eieiei, hier ist aber einiges schiefgegangen. In Sachen Bildqualität ist das die mit Abstand schlechteste BD, die dem Rezensenten bisher untergekommen ist. Der Transfer liegt schon mal im falschen Bildformat 1,78:1 vor, das Original ist 2,35:1. Schlimmer noch: Der Encode wurde mit 23,97 fps gemacht, die Quelle war aber mit Sicherheit etwas anderes, denn das Geruckel und Gezuckel auf dem Schirm ist schon nach wenigen Minuten nerv tötend. Zudem ist das Bild mit Nachziehern und einer miesen Schärfe durchsetzt. Sehr weich und rauschig erscheint das Ganze, die Farben blass und alles andere als natürlich. Ein tiefes Schwarz ist dem Bild genauso fremd wie Plastizität oder Durchzeichnung. Kurzum: Man hat es hier offensichtlich mit einem Standard Definition-Upscale zu tun. In Sachen Sound sieht es zum Glück besser aus. Der Sound ist in DTS-HD Master Audio 5.1 in den Sprachen Deutsch und Englisch vorhanden. Die Abmischung ist sehr frontlastig mit dezenter Kanaltrennung und ein paar Effekten. Die Dialoge sind gut zu verstehen, wirken aber leicht muffig. Auch die Klangqualität kann nicht voll überzeugen, da der Sound leicht dumpf und mit wenig Höhenauflösung daherkommt. Der Subwoofer hat eigentlich nur bei der Musikwiedergabe was zu tun. Untertitel sind in Deutsch vorhanden. Das Bonusmaterial besteht aus dem deutschen sowie englischen Trailer zu ANIMAL, fünf Interviews mit den Hauptdarstellern sowie dem Regisseur (18 Min.), einer Bildergalerie sowie einigen Bio-/Filmografien.
In ANIMAL spielt Hollywood-Star Ving Rahmes (SURROGATES) den brutalen Ghetto-Schläger James, der von allen nur Animal genannt wird. Nachdem er von der Polizei geschnappt wird, landet er im Knast, wo er langsam seine Aggressionen abbauen und einen neuen Sinn im Leben entdecken kann. Die Jahre vergehen, seine Frau wird ermordet und sein Sohn wächst ohne ihn im Ghetto auf, wo er bald auf die schiefe Bahn gerät. Als James auf Bewährung entlassen wird, ist sein Sohn Feuer und Flamme für den legendären Papa. Doch dieser möchte nicht mehr den Weg der Gewalt gehen, was verhängnisvolle Konflikte nach sich zieht. In der ersten Hälfte Knast-, in der zweiten Ghetto-Drama, so präsentiert sich ANIMAL. Hervorragende Darstellerleistungen runden die spannende, interessante Handlung ab, auch wenn man des Öfteren das Gefühl nicht los wird, dass man es mit der afroamerikanischen Version von AMERICAN HISTORY X zu tun hat. Ein gelungenes Finale rundet diesen sehenswerten Film von Regisseur David J. Burke (EDISON) ab. |