Ein
Review von Matthias Schmieder

Jesse James (Brad Pitt) ist mit seiner Bande der meistgesuchte Mann im Wilden Westen. Ungerührt von der Jagd auf ihn, plant er einen weiteren großen Zugüberfall und geht zum Gegenangriff auf seine Feinde über, die das auf James ausgesetzte Kopfgeld und den damit verbundenen Ruhm einstreichen wollen. Das kann James sich nur leisten, weil er sich inmitten seiner Gang absolut sicher fühlt. Er ahnt nicht, dass ausgerechnet sein Vertrauter Robert Ford brennenden Neid auf die Western-Legende verspürt und den Mord an ihm plant.
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| Im Handel ab: | 29.02.2008 |
| Anbieter: |
Warner Home Video
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| Originaltitel: | The Assassination of Jesse James |
| Genre(s): |
Western
Action
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| Darsteller: | Brad Pitt, Casey Affleck, Sam Shepard, Molly Parker |
| FSK: | 12 |
| Laufzeit: | ca. 159 min |
| Audio: | Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Französisch: Dolby Digital 5.1
Spanisch: Dolby Digital 5.1
Italienisch: Dolby Digital 5.1
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| Bildformat: | High Definition (2.40:1) - 1080p
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| Medien-Typ: | 1 x Blu-ray
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| Regionalcode: | B |
| Verpackung: | Blu-ray Case
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| Untertitel: |
Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Englische Untertitel für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Holländisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch,
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| Extras/Ausstattung: |
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Warner veröffentlicht diesen jüngsten Western im Original-Seitenverhältnis von 2,40:1 mit der für Blu-ray-Disks üblichen Auflösung von 1920x1080 Pixeln (progressiv). Für Erstaunen sorgt allerdings die Tatsache, dass das Studio das Wagnis einging, den knapp 160 Minuten dauernden Film lediglich auf eine BD25, also eine einschichtigen Disk zu pressen. Erfreulicherweise ist das Endergebnis trotz dieser gewagten Grundvoraussetzung als gelungen zu bezeichnen, wenn es auch die eine oder andere Szene gibt, die durch eine weniger aggressive Kompression sicherlich noch besser ausgesehen hätte.
Das Bild wirkt bis auf die gezielt defokussierten Sequenzen sehr scharf und detailreich. Durch harte Kontraste und einer etwas überhöhten Sättigung in Richtung Blau und Grün wird eine oftmals geradezu surreale Atmosphäre eingefangen. Die Detaildichte ist sowohl bei weitwinkligen Aufnahmen als auch bei Close-ups hervorragend. Dennoch gibt es Momente, in denen vor allem die Kompression dem ansonsten gelungenen Augenschmaus ein Schnippchen schlägt. Das Bild zeigt in kontrast- und detailreichen Sequenzen eine deutliche Unruhe, die man von HD-Veröffentlichungen so nicht gewohnt ist. Auch die mit wenig Restlicht aufgezeichneten Nachtsequenzen lassen eine Art Moskito-Rauschen auf homogenen Flächen erkennen.
Trotz dieser, vor allem auf großen Bildschirmdiagonalen, eher ärgerlichen, da unnötigen Kompressionsprobleme überzeugt die Bildkomposition über weite Strecken. Aufgrund der eigenwilligen Art der Fotografie und einer nicht immer perfekten Schärfe schrammt die Bildqualität knapp an der Acht-Punkte-Wertung vorbei.
7 von 10 Punkten

Auch in Sachen Tonformate wurde hier auf Sparflamme geschaltet. Lediglich fünf Standard Dolby Digital 5.1-Tonspuren (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch) sind vorhanden, doch auch dies dürfte auf die Wahl der BD25 zurückzuführen sein.
Da es sich bei diesem Western um einen eher ruhigen Vertreter dieser Zunft handelt, bleibt die Soundkomposition eher zurückhaltend. Das Geschehen spielt sich hauptsächlich auf der Stereo-Front ab, durchbricht diese Grenze aber erfreulicherweise immer wieder. In diesen Moment werden die Lautsprecher entweder mit dem fantastisch abgemischten Score verwöhnt oder werden von teilweise direktionalen Umgebungsgeräuschen in Anspruch genommen. Äußerst gelungen ist beispielsweise die Szene, in welcher der nächtlich daherrasende Zug gestoppt und ausgeraubt wird. Diese Sequenz bietet hervorragende dynamische Werte als auch einen enorm dichten Raumklang.
Die Dialoge sind stets gut verständlich, obwohl sie starr auf dem Center-Speaker verharren müssen. Im Vergleich zu vielen anderen Blu-ray-Disks mangelt es der Wiedergabe etwas an Auflösung im Hochtonbereich.
7 von 10 Punkten

Wohl aufgrund des akuten Platzmangels bietet diese Blu-ray keinerlei Bonusmaterial!
1 von 10 Punkten

Regisseur Andrew Dominik ist ein noch nahezu unbeschriebenes Blatt in den Gefilden Hollywoods. Lediglich sein Erstlingswerk CHOPPER (2000) konnte man in einigen gut sortierten Videotheken bis dato finden. Umso erstaunlicher ist es, mit welch einer Routine er diesen außergewöhnlichen Western inszenierte. Der 160 Minuten dauernde Abgesang auf die legendäre Persönlichkeit Jesse James entwickelt durch seine unbeschreiblich packende Art der Fotografie eine Eigendynamik, wie man sie eigentlich nur von Terrence Malick gewohnt ist.
DIE ERMORDUNG DES JESSE JAMES DURCH DEN FEIGLING ROBERT FORD (2007) ist vor allem eines – ganz großes Charakterkino. Das Drehbuch geht perfekt auf die einzelnen Personen ein und verhilft ihnen zu einer für Western ungewohnten Tiefe. Das Ganze gepaart mit den herausragenden Leistungen der beiden Darsteller Brad Pitt und Casey Affleck machen das Werk zu einem der bedeutendsten Dramen der letzten Jahre. Vor allem aber Casey Afflecks unscheinbarer aber tiefschürfender Interpretation von Robert Ford ist es zu verdanken, dass sich der Film deutlich über die Konkurrenz hebt. Die Interaktion zwischen Pitt und Affleck produziert stets eine bis zum Zerbersten angespannte Atmosphäre, die sich vollständig auf den Zuschauer überträgt und für einige unbehagliche Momente sorgt.
DIE ERMORDUNG DES JESSE JAMES... (2007) ist ein sowohl optisch als auch inszenatorisch beeindruckendes Werk geworden. Neben Regisseur Andrew Dominik, der mit diesem Film sein Können auf spektakuläre Art unter Beweis stellt, ist es Casey Affleck, der erneut ein darstellerisches Feuerwerk zünden kann. Fans anspruchsvoller Unterhaltung sollten an diesem Film keinesfalls vorbeilaufen.
Aus technischer Sicht ist die Qualität trotz leichter Schwächen gut gelungen. Die Bildqualität hat mit der begrenzten Speicherkapazität zu kämpfen und in Sachen Sound muss man mit Standard Dolby Digital-Tonspuren vorlieb nehmen. Am ärgerlichsten ist aber das komplette Fehlen von Zusatzmaterial.
Subjektive Filmwertung: 9 von 10 unverhoffte Überraschungen
6 von 10 Punkten
| Und das meinen unsere Kollegen... |
 Fazit: 3/5 |
Eine zwiespältige Veröffentlichung die uns WARNER hier abliefert. Zum einen überzeugt Bild und Ton, zum anderen verzichtet man aufgrund der Laufzeit von knapp 3 Stunden auf sämtliches Bonusmaterial und veröffentlicht den Titel nicht einmal als Special Edition als Doppel-DVD. Dabei hätte man doch direkt zu beginn einmal alles richtig machen können.
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